Borussen-Duell: Präsident Reinhard Rauball ermahnt BVB-Profis
DORTMUND Am letzten Freitag verlor Borussia Dortmund das Derby beim FC Schalke 04 – und die Niederlage hallt offenbar noch immer nach. Im BVB-Magazin „Borussia“ meldet sich am Samstag der Klub-Präsident zu Wort. Reinhard Rauball richtet vor dem Heimspiel gegen Gladbach (18.30 Uhr) eine unmissverständliche Mahnung an die Profis.
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Jürgen Klopp erhofft sich von Lucas Barrios (l.) wieder mehr offensive Durchschlagskraft. (Foto: dpa)
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„Mit mehr Herz und mit mehr Mut wäre es ganz sicher möglich gewesen, das Spiel in Gelsenkirchen zu gewinnen“, schreibt er in seinem Vorwort. Und: „Ich wünsche mir, dass in Zukunft zwischen den öffentlichen Ankündigungen im Vorfeld eines Spiels und der faktischen Umsetzung auf dem Platz ein gesundes Verhältnis herrschen möge.“
Rauball wird am Samstag gegen 20.20 Uhr wissen, ob sein Wunsch effektiv verarbeitet worden ist. Die Ankündigungen der BVB-Profis sind nämlich auch nach vier Niederlagen aus fünf Spielen forsch geblieben. „Jetzt greifen wir an, aber richtig“, sagt BVB-Kapitän Sebastian Kehl, der sein Startelf-Comeback feiern wird.
Mehr offensive Durchschlagkraft
„Ich werde jeden Tag besser. Wenn ich mich erst voll integriert habe, werden die Leute den richtigen Lucas kennen lernen“, betont wiederum Lucas Barrios. Der im Revierderby noch gesperrte Elf-Tore-Mann wird seinen Platz als Solokünstler im BVB-Sturm wieder einnehmen. Nach schwachen Leistungen während der vergangenen Wochen, in denen der Argentinier das Spiel allzu häufig vornehmlich mit dem Rücken zum Tor stehend oder auf dem Boden liegend verfolgte, steht Barrios unter Beobachtung.
Das gilt allerdings auch für seine Teamkollegen Mohamed Zidan und Jakub Blaszczykowski. Gerade dem Polen – gesegnet mit Talent, aber in seinen Leistungen so berechenbar wie eine Orkanböe – hatten Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc am Donnerstag die Forderung nach mehr offensiver Durchschlagskraft und Kontinuität ins Stammbuch geschrieben.
Zorc: "Wir wollen den fünften Platz verteidigen"
Zorc will immer noch nicht daran denken, die Europa League als Sechster über Umwege zu erreichen. „Unsere primäre Aufgabe ist es“, sagt er, „den fünften Platz zu verteidigen.“ Der Sportdirektor darf mit Genuss registrieren, dass sich in Werder Bremen (ein Zähler Rückstand) und dem VfB Stuttgart (fünf) am Wochenende zwei Verfolger gegenseitig die Punkte abnehmen werden.
Die Bühne für große Taten gegen Gladbach, das sich im Tabellen-Niemandsland von Sorgen und Sehnsüchten befreit fühlen darf, ist bereitet. Dortmund rechnet mit einem nahezu ausverkauften Haus. „Vornehmlich wegen ein paar hundert Karten, die aus Gladbach zurückgekommen sind, werden wir die Kassen öffnen“, sagt Pressechef Josef Schneck.
BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Santana, Schmelzer - Kehl, Sahin - Blaszczykowski, Hajnal, Zidan - Barrios
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