Comeback in Sicht: Sebastian Kehl ins Mannschaftstraining eingestiegen
DORTMUND Jürgen Klopp traute am Mittwoch Abend nach dem Training seinen Augen nicht. Patrick Owomoyela, Neven Subotic, Mats Hummels und Marcel Schmelzer standen plötzlich mit freiem Oberkörper bei Temperaturen um den Nullpunkt auf dem Platz.
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Comeback in Sicht: Sebastian Kehl. (Foto: dpa)
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Sie zogen sich ein frisches Trikot für ein Foto über. „Das kann doch nicht wahr sein“, raunzte Klopp. Er ging schnellen Schrittes zu dem Fotoshooting und machte den vier Akteuren unmissverständlich klar, was er von dieser Aktion hält.
„Ich gebe euch genau drei Minuten“, sagte Klopp. Das letzte Foto war nach 120 Sekunden geschossen. Der Trainer von Borussia Dortmund war trotz des Shootings, des verlorenen Spiels gegen Stuttgart (1:4) und der angespannten personellen Lage bei bester Laune.
Schritt weiter
Das lag in erster Linie an dem Trainingscomeback des Kapitäns Sebastian Kehl. Der Mittelfeldspieler, der am 23. Mai 2009 sein letztes Bundesligaspiel für den BVB bestritt, hatte zwar mehrfach mit seinen Teamkollegen das Aufwärmprogramm absolviert. Am Mittwoch ging er aber einen Schritt weiter.
Er nahm aktiv an dem Trainingsspiel teil. „Es ist das erste Mal, dass er nach seiner Verletzung an Übungen, in denen es um die Balleroberung geht, teilgenommen hat“, sagte Klopp.
Geduld gefragt
Der Coach machte gleich klar, dass es noch seine Zeit dauere, bis Kehl wieder eine echte Alternative für den Bundesligakader sei. „Wir sehen aber wieder Licht am Ende des Tunnels“, sagte der BVB-Coach.
Kehl wurde in den vergangenen Monaten mehrfach an der Leiste operiert. Im Januar absolvierte er eine Reha-Maßnahme beim US-amerikanischen Fitnesstrainer Mark Verstegen in Los Angeles. Am Mittwoch verabschiedete sich Kehl mit den Worten „alles ist gut“ in die Kabine.
Freie Plätze
Die wies viele freie Plätze auf. Felipe Santana (Knöchelprobleme), Jakub Blaszczykowski (Adduktorenprobleme) und Sven Bender (Knieschmerzen) konnten überhaupt nicht trainieren. Lucas Barrios und Dede drehten einsam ihre Runden. Klopp rechnet für die sonntägige Partie gegen Frankfurt fest mit Barrios, Dede und Santana. Bei Blaszczykowski und Bender wird es ein Wettlauf gegen die Zeit.
Am Donnerstag wird sich die BVB-Kabine zumindest um eine Person füllen. Mohamed Zidan wird nach dem Gewinn des Afrika-Cups mit Ägypten wieder beim Training erwartet. Drei Tage lang durfte er in seiner Heimat feiern. Klopp sieht kein Problem darin. „Es ist ja hinlänglich bekannt, dass das Nationalgetränk in Ägypten Wasser ist.“
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