90 Minuten auf der Bank: Tamas Hajnal muss sich weiter in Geduld üben
DORTMUND Vielleicht war es ja wirklich kein Spiel für einen Techniker, gerade in der umkämpften Schlussphase, vielleicht fehlt Tamas Hajnal nach vier Monaten ohne Wettkampf ja schlichtweg auch noch der letzte Tick auf dem Weg zurück in die BVB-Startformation. Dass der Ungar auch in der Schlussviertelstunde, als Dortmund 2:3 hinten lag und Ideen im Offensivspiel gut hätte gebrauchen können, keine Alternative darstellte, überraschte aber dann doch.
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Tamas Hajnal (83 Bundesligaspiele, 13 Tore) steht vor der Rückkehr in die BVB-Startelf. (Foto: dpa)
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Schon am Donnerstag hatte sich Trainer Jürgen Klopp festgelegt und ein mögliches Startelf-Comeback Hajnals um mindestens eine weitere Woche verschoben. Im Spiel dann war Mario Götze die erste Einwechsel-Option, Klopp brachte dann mit Dede und Santana auch noch die beiden Brasilianer im Dortmunder Team. Hajnal schmorte 90 Minuten auf der Bank.
„Ich hätte gern versucht, da noch was umzubiegen“, meinte er später. „Der Trainer hat sich leider anders entschieden.“ Die Enttäuschung darüber wollte der kleine Techniker, der sich im Oktober im Spiel bei Borussia Mönchengladbach (1:0) verletzt hatte, gar nicht verhehlen.
"Ich muss spielen"
Hajnal ist keiner, der einen Aufstand proben oder seine Rolle im Team über die Öffentlichkeit einfordern würde. Aber er sagt: „Ich bin eigentlich fit, trainiere seit dem 12. Januar voll mit und habe keine Schmerzen mehr.“ Klopp hat Hajnals momentane Position mit fehlender Wettkampfpraxis begründet. Darin ist er sich mit dem 28-Jährigen im Prinzip einig. „Ich muss spielen“, meint Hajnal, Wettkampfpraxis kann man sich halt nur im Wettkampf holen.“
Trotzdem wird er sich in der Woche im Training weiter anbieten. Sven Benders Rückkehr steht in den Sternen, die von Jakub Blaszczykowski ist schon wahrscheinlicher. Jürgen Klopp muss aber auch nach einem Ersatz für den gelbgesperrten Nelson Valdez suchen. Es gibt also einige Denkmodelle, in denen dann auch Tamas Hajnal auftauchen könnte. Und vielleicht ist die Partie in München dann ja auch eher eine für Techniker. So einen wie Hajnal.
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