BVB empängt Frankfurt : Trotz Personalnot zurück zum Erfolgs-Biss
DORTMUND Nein, in die Rolle des Pastors musste Jürgen Klopp nicht schlüpfen. Übermäßig Bedarf an Seelsorge hatten seine Profis trotz der 1:4-Klatsche in Stuttgart nicht angemeldet. „Die Jungs sind hier nicht ohne Selbstvertrauen durch die Woche gelaufen“, betonte Borussia Dortmunds Trainer.
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Gemeinsam stark: Der BVB will gegen Frankfurt wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. (Foto: dpa)
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Warum hätten sie das auch tun sollen? Noch immer rangiert der BVB auf Tabellenplatz vier, noch immer sind es beruhigende acht Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Europapokalplatz.
Und am Sonntag (17.30 Uhr, live bei Sky) gastiert im Signal Iduna Park in Eintracht Frankfurt eine Mannschaft, die rein statistisch gesehen nahezu perfekt als „Wiedergutmachungsopfer“ für die Stuttgart-Pleite taugt. Denn: Gegen kein anderes Bundesliga-Team hat Dortmund so oft gewonnen wie gegen die Hessen. Gepaart mit der jüngsten BVB-Heimserie – drei Siege, seit sechs Partien kein Gegentor – dürfte das die erwarteten rund 70 000 Fans der Schwarzgelben auf den Tribünen hoffnungsvoll stimmen.
Gut gefülltes Lazarett
Die noch so schöne Statistik verblasst jedoch beim Blick in Dortmunds Lazarett. Nicht nur wegen sechs Langzeitverletzter. „Die Situation ist alles andere als optimal. Wir müssen sehen, dass wir die Jungs an den Start kriegen“, erklärt Jürgen Klopp. Wichtige Eckpfeiler der Elf wackeln, gehen zumindest angeschlagen ins Rennen.
Um einen muss sich Klopp keine Sorgen mehr machen. Afrika-Cup-Sieger Mohamed Zidan sprühte bei seiner Rückkehr zum BVB im Training kerngesund vor Tatendrang. Ihm winkt ein Platz in der Startelf. Jakub Blaszczykowski (Adduktorenzerrung) dürfte dagegen bis zum Sonntag nicht fit werden, Sven Bender (Knieprobleme) kann noch hoffen, bei Torjäger Lucas Barrios und Verteidiger Felipe Santana sieht es sogar recht gut aus. Tamas Hajnal bleibt erneut nur die Jokerrolle, dem Ungarn fehlt laut Klopp „noch die Wettkampfhärte“.
Zweikampfstärkstes Team der Liga
Und auf genau die wird es gegen Frankfurt in besonderem Maße ankommen. Die Eintracht stellt derzeit das zweikampfstärkste Team der Liga (52,2 Prozent gewonnene Duelle). „Wir brauchen die Hilfe des Publikums“, sagt Klopp. Nicht nur das. Unverzichtbar wird für den BVB vor allem die Rückbesinnung auf das Erfolgsrezept der Vor-Stuttgart-Ära sein. Klopp: „Einen Tick bissiger sein als der Gegner, diesen Anspruch müssen wir wieder für uns erheben. Wir müssen wieder mehr investieren als die anderen.“
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