Sieg im Borussen-Derby: 3:0 – BVB hält Werder und VfB auf Abstand
DORTMUND Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat die Steilvorlage der Verfolger Bremen und Stuttgart genutzt. Der BVB setzte sich am Samstag Abend durch einen 3:0 (1:0)-Sieg im Borussen-Derby gegen Mönchengladbach wieder ein Stück weit von den direkten Kontrahenten ab und behauptete Platz fünf.
Sebastian Kehl durfte bei seinem Heimspiel-Comeback nach neun Monaten Pause einen Sieg feiern. (Foto: dpa)
Artikel aus diesem Ressort
- Sebastian Kehl "Am Montag steige ich wieder voll ein"
- Stadiondeckel Neues Bezahlsystem gilt erstmals gegen Manchester City
- Der Heimwerker-King Wolfgang de Beer schreinert sein Trainingsmaterial selbst
- Arbeitsgericht Dortmund Rauswurf - BVB-Busfahrer Udo Rottke soll gehen
- Der nächste Faserriss Lukasz Piszczek muss zehntägige Zwangspause einlegen
Würde Bremen im DFB-Pokal-Halbfinale die Hürde Augsburg nehmen und ins Endspiel einziehen, könnte aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Tabellensechste mit Einnahmen aus der Europa League kalkulieren.
Großkreutz: Saisontor Nummer vier
Während der ersten Hälfte vor 79 800 Zuschauern im Signal Iduna Park verzeichneten die linkslastigen Dortmunder mehr Ballbesitz (57,4 Prozent) und deutlich mehr Torschüsse (10:1) als der Gegner. Das Übergewicht schlug sich zumindest in einem Tor nieder: Nach einer Hereingabe des während der vergangenen Woche von Sportdirektor Michael Zorc und Coach Klopp kritisierten Ägypters Mohamed Zidan drückte der freistehende Kevin Großkreutz den Ball aus kurzer Distanz über die Linie – 1:0 (13.).
Klare Torchancen der Borussia, deren Kapitän Sebastian Kehl ein überzeugendes, aggressives Startelf-Comeback nach zehnmonatiger Verletzungspause gab, waren in der Folgezeit allerdings eine Seltenheit. Zidan feuerte immerhin noch einen Distanzschuss ab, scheiterte aber (43.). Auf der Gegenseite hatte BVB-Keeper Roman Weidenfeller keine Mühe mit Colauttis Kopfball (39.).
Zidan: Zwei Treffer, eine Vorlage
Gladbach, das im Niemandsland der Tabelle vergeblich nach einem sportlichen Ziel suchen muss, blieb in seinen Offensivaktionen über weite Strecken zaghaft. Aus der Schnelligkeit von Marco Reus und dem technischen Geschick des Südamerikaners Raul Bobadilla konnte der VfL kein Kapital schlagen – zu behäbig und fehlerhaft war das Umschaltspiel der Elf von Trainer Michael Frontzeck.
Nach der Pause beseitigte der nun zwingender agierende BVB schnell alle übrig gebliebenen Zweifel an einem Erfolg: Zidan schnappte sich den Ball, streute 22 Meter vor dem Tor geschickt eine Körpertäuschung ein, Gladbachs indisponierter Innenverteidiger Dante schlug mit einem Schritt heraus aus dem Verbund die entscheidende Lücke, und Sekundenbruchteile später zappelte die Kugel im Netz – 2:0 (54.).
Koch feiert Bundesliga-Debüt
16 Minuten später verwertete der Ägypter einen Pass des ansonsten schwachen Lucas Barrios – 3:0 (70.). Zwei Tore, eine Vorlage. Zidans Reaktion auf die Kritik an seinen Leistungen war knochentrocken. Jürgen Klopp, der dem 19-Jährigen Julian Koch in den finalen fünf Minuten das Bundesliga-Debüt ermöglichte, wird es mit Freude registriert haben.












