Nach Foulspiel: Zoff mit Klopp: "Owo" darf vorzeitig duschen
DORTMUND In Brackel ging es am Dienstag zur Sache. Voller BVB-Trainingsplatz, intensive Zweikämpfe – und ein gepflegter Zoff zwischen Trainer Jürgen Klopp (42) und Rechtsverteidiger Patrick Owomoyela (30).
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"Kein Kommentar!"
Kurz zuvor war Owomoyela während einer Spielform Nachwuchsmann Marco Stiepermann böse in die Parade gefahren. Der wälzte sich mit Schmerzen am Boden. Was danach im Streitgespräch zwischen Owomoyela und Trainer Jürgen Klopp ablief, lässt sich nur erahnen.
Klar aber war, dass Klopp nicht gefiel, was er gesehen (und gehört?) hatte – er schickte den Mann mit den Rasta-Locken kurzerhand zum Duschen. Auch Klopp wollte später kein Licht ins Dunkel bringen, meinte nur: „Kein Kommentar!“
Reizpunkte
Vielleicht wollte Dortmunds Trainer ja vor dem Revierderby in Bochum am Samstag Reizpunkte setzen. Das möchte in naher Zukunft auch Jakub Blaszczykowski (24). Über ihn hat Klopp einst gesagt, mit seinen fußballerischen Qualitäten sei er für den BVB „eine Waffe“. Seit einiger Zeit stellt Borussia Dortmunds sportliche Leitung allerdings eine Diskrepanz zwischen „Kubas“ Fähigkeiten und seinen Leistungen auf dem Platz fest.
Vor dem Spiel gegen Gladbach (3:0) führte diese Tatsache dazu, dass Sportdirektor Michael Zorc ungewohnt offen Kritik übte. Man wünsche sich, so Zorc sinngemäß, dass Blaszczykowski und der Ägypter Mohamed Zidan, die für ihre Nationalmannschaften jeweils trafen und gute Kritiken ernteten, diese Zielstrebigkeit auch beim BVB öfter an den Tag legen würden. Zidan erhörte seinen Sportdirektor mit einer starken Partie. Blaszczykowski blieb auch gegen Gladbach blass.
"Ich kann besser spielen"
Der Pole ist selbstkritisch genug, um zu wissen, dass er sein Potenzial zu selten abruft. „Ich kann viel besser spielen“, sagt er ehrlich. Auf der rechten Außenbahn zählt Blaszczykowski zu den Schnellsten der Liga, seine Technik und seine Sprinterqualitäten bieten ideale Voraussetzungen für Tempo-Vorstöße. In diese Situationen kam er jüngst zu selten. „Die taktische Ausrichtung“, sagt er, „verlangt von mir viel Defensivarbeit.“ Das sei kein Problem, vielleicht aber ist es eine Erklärung. Für sein Spiel braucht „Kuba“ Dynamik und Kraft, die fehlt oft gerade gegen Spielende.
Mit Fitnesstrainer Oliver Bartlett arbeitet Blaszczykowski an seinen Schwächen, feilt an Stabilisation und Muskelkräftigung. Nach etlichen Oberschenkel-Problemen ist er nun seit fast einem Jahr beschwerdefrei. „Wir wissen, was er kann“, sagt Jürgen Klopp. „Und wir hoffen, er hat noch einiges im Köcher.“











