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Rodeln
David könnte zum Goliath werden
Von Wolfgang Bergs am 12. Januar 2010 11:51 Uhr
WINTERBERG Seit den Spielen 1964 in Innsbruck gehört Rennrodeln zum Olympischen Programm. In dieser Zeit wurde deutschen Athleten 53 Mal olympisches Edelmetall um den Hals gehängt. 24 Gold-, 17 Silber- und 13 Bronzemedaillen. Und diese Serie soll im nächsten Monat in Vancouver fortgesetzt werden.
Rodel-Weltcup Königssee - David Möller
David Möller fühlt sich topfit und möchte in Vancouver nach Gold greifen.
Foto: dpa
Einer, der dafür infrage kommt, ist David Möller. Der vierfache Weltmeister aus Schalkau könnte im Whistler Sliding Park von Vancouver erneut zum Goliath werden.

Nach seinem dritten Platz beim Weltcup in Winterberg zeigte er sich jedenfalls sehr optimistisch. „Ich habe mich weiter gesteigert und auch viel am Material gearbeitet. Richtung Vancouver passt es“, lautete das Fazit des 28-Jährigen, dessen größte Konkurrenten die im Weltcup vor ihm platzierten Armin Zöggeler (Italien) und Albert Demtschenko sind.

Gewichtsvorteil von 13 Kilo


Vor allem der 105 Kilogramm schwere Russe fährt in dieser Saison sehr stabil und wirft dabei seinen Gewichtsvorteil von 13 Kilo gegenüber Möller in die Waagschale. „Der Sieg bei Olympia geht nur über den Start“, sagt David Möller. „Ich werde deswegen versuchen bis dahin dort noch zwei-, drei hundertstel Sekunden rauszuholen. Das macht dann ein Zehntel pro Lauf aus“, rechnet er vor.

Bei den Testrennen auf der Olympiastrecke war er im Vorjahr einmal Erster und einmal Zweiter. „Die Bahn kommt uns entgegen, denn hier gewinnt nur, wer athletisch fit ist“, sagt Möller. „Meine Burschen sind die besten am Start, fahren aber noch nicht risikofreundlich genug“, weiß Bundestrainer Norbert Loch, wo noch Verbesserungen möglich sind. Das gilt auch für seinen Sohn Felix. Doch der scheint bei Großveranstaltungen auf den Punkt topfit zu sein, wie seine WM-Titel 2008 und 2009 beweisen.

Interne Konkurrenzsituation

Immer topfit sind dagegen Tatjana Hüfner, Natalie Geisenberger und Anke Wischnewski. Seit 96 Weltcuprennen sind die deutschen Damen ungeschlagen. Trotz der internen Konkurrenzsituation versteht sich das Trio gut. „Bei uns gibt es keinen Zickenkrieg“, versichert Wischnewski, und die Europameisterin 2008, Natalie Geisenberger, unterstreicht den Team-Gedanken: „Jede von uns will kann ganz oben sein, aber keine wird Gold gewinnen, wenn sie der anderen nicht Guten Morgen wünscht.“

Harmonie ist ebenfalls bei den Doppelsitzern gefragt. Auch hier haben die Deutschen mit den momentan im Weltcup führenden Andre Florschütz/Torsten Wustlich und den vierfachen Weltmeistern und Olympiasiegern von 2002, Patric Leitner und Alexander Resch, zwei heiße Eisen im olympischen Eiskanal. Die deutschen Rodlerinnen und Rodler haben ihre Hausaufgaben gemacht. „Wichtig ist zu wissen, dass man topfit ist“, sagt Natalie Geisenberger
 
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