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25.02.2013 17:17 Uhr
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Tuchel klagt an: «Mainz wird meinetwegen benachteiligt»

Mainz (dpa) Thomas Tuchel platzte der Kragen. «Hier wird eine Mannschaft für ihren Trainer bestraft. Das ist nicht mehr zu tolerieren», sagte der 39-Jährige am Montag bei der Pressekonferenz zum DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den SC Freiburg.Von Detlef Rehling, dpa

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Mainzu-Trainer Thomas Tuchel musste im Dezember den Innenraum des Stadions verlassen. Foto: Kevin Kurek (Foto: dpa)

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Sich selbst hat Tuchel als Feindbild der Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga ausgemacht. Sein Team würde deshalb um Punkte gebracht, argumentierte der Coach. «Dass die Mannschaft in der Rückrunde so krass benachteiligt wird, liegt an mir», meinte der wütende Trainer.

Auf große Veränderungen setzt er allerdings nicht. «Wir wollen nur fair behandelt werden», erklärte der Mainzer Coach, der an seiner Emotionalität arbeiten will.

Tuchel, bereits in der vergangenen Saison Mittelpunkt einer «Motzki-Diskussion», sieht im Pokal-Achtelfinale bei Schalke 04 den Ausgangspunkt der nun von ihm kritisierten Entwicklung. Beim 2:1 der 05er rannte der 39-Jährige nach einem Foulspiel auf den Platz, leistete sich ein Gerangel mit Jermaine Jones und zahlte 6000 Euro Strafe. Bei der Halbzeittagung der Schiedsrichter in Mainz seien zudem Bildsequenzen weiterer Verfehlungen gezeigt worden, berichtete Tuchel. «Es geht um mehr als einen Denkzettel», vermutet er.

Seiner Meinung nach haben Fehlentscheidungen der Unparteiischen die Mainzer in den Rückrunden-Spielen beim FC Augsburg (1:1) sowie gegen den SC Freiburg (0:0), Schalke 04 (2:2) und VfL Wolfsburg (1:1) um den Erfolg gebracht. «Acht Punkte hat das gekostet. Wo könnten wir stehen?», schimpfte Tuchel.

In Augsburg wurde ein reguläres Tor von Shawn Parker wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Gegen Schalke zählte das 2:2 von Michel Bastos aus irregulärer Position. Gegen Freiburg und Wolfsburg seien klare Handspiele im Strafraum nicht geahndet worden, zudem sei Andreas Ivanschitz gegen Freiburg elfmeterreif gefoult worden. «Ich glaube an Stimmungen, die Handlungen beeinflussen», sagte Tuchel. Absicht unterstellt der Mainzer Coach den Unparteiischen nicht.

Der 39-Jährige will die Schuld an der aktuellen Ergebniskrise nicht allein bei den Schiedsrichtern suchen. «Wir sind selbstkritisch. Wir stellen hohe Ansprüche an uns selbst», meinte er. Tuchel forderte für das DFB-Pokal-Spiel gegen Freiburg eine deutliche Steigerung der Effektivität im Angriff und mehr Aufmerksamkeit in der Abwehr. «Da ist viel Luft nach oben. Wir sind fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen, die letzten Gegentore waren absolut vermeidbar. Das haben wir in glasklarer Offenheit angesprochen.»

Anders als in der Liga, als man sich von Freiburg zunächst 1:1 und dann 0:0 trennte, wird es am Dienstag kein Unentschieden geben. «Unser Ehrgeiz ist riesengroß. Aktuell ist es nicht vorstellbar, dass wir das Spiel nicht gewinnen. Die Partie ist eine Belohnung für uns, so werden wir auch auftreten von der ersten Sekunde an.»

Beim Sport-Club hat dieses Spiel einen ähnlich hohen Stellenwert, schließlich stand der Verein noch nie im Halbfinale des Pokals. «Ich freue mich auf das Spiel, es wird spannend», sagte Trainer Christian Streich. «Wir sind schon etwas stolz, dass wir im Viertelfinale stehen. Das Spiel wird aber erneut eine große Herausforderung.»

Beide Vereine haben eine ähnliche Philosophie und auch einen entsprechend großen Respekt voreinander. «Es ist nicht so, dass man jubelt und sagt: Oh, schön, wir fahren nach Mainz», meinte Streich. Tuchels Devise lautet: «Keine Zeit für Geplänkel, das Visier hochgeklappt und offen um den Sieg gefightet.»

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