Kapitän: Kühne ist der Anführer
MÜNSTER Eine echte Überraschung war’s nicht mehr, als Marc Fascher am Freitagmittag seinen neuen Capitano präsentierte: Stefan Kühne ist es, der Sechser, der die Binde bereits vor einer Woche gegen Cottbus trug und ohnehin bereits als Leitwolf verpflichtet worden war. Sein Stellvertreter ist mit Abwehrchef Patrick Kirsch ein weiterer Neuzugang, dritter Mann im Mannschaftsrat Sercan Güvenisik, ein alter Bekannter.
Premiere in dieser Rolle
Für den Mittelfeldmann, der von Carl Zeiss Jena kam, ist es eine Premiere als Kapitän. „Seine Aggressivität, das Coachen auf dem Platz imponiert mir“, so Fascher, der den Dreierzirkel bewusst klein hielt, sich aber bei Bedarf weitere Akteure dazuholen will. „Man kann Dinge zerreden, ich mag’s aber lieber konstruktiv.“
Hinter Kühne kristallisierte sich Patrick Kirsch schnell als bestimmende Kraft heraus. Er, auch 29, lenkt die Abwehrkette, koordiniert den Spielaufbau in erster Instanz. Der Ex-Burghausener war ebenfalls von vornherein als Führungskraft vorgesehen.
„Am Scheideweg“
Bleibt „Güve“ – der ist qua Alter (30) und Erfahrung (6 Erst-, 93 Zweitliga-Spiele) für die Rolle prädestiniert, lässt sich aber auch mal auf verbales Geplänkel mit Schiedsrichtern, Mit- oder Gegenspielern ein. Also hat Fascher bewusst diesen Reizpunkt gesetzt: „Er steht jetzt am Scheideweg und muss lernen, Verantwortung zu tragen.“















