24.02.2013 22:02 Uhr
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Nach dem Sieg: Zwei Tore als Balsam für "Jimmys" Seele
GELSENKIRCHEN Normalerweise ist Joel Matip ganz froh, wenn er nach getaner Arbeit seines Weges gehen kann. Doch nach dem Schalker 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf war er kaum aus der Mannschaftskabine getreten, da war er auch schon von Journalisten umzingelt. Denn der 21-Jährige war mit seinen beiden Toren der Hauptdarsteller des Spiels.
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Schalker Freudentaumel (v.l.): Huntelaar, Matip, Neustädter, Jones und Höwedes. Foto: Torsten Janfeld (Torsten Janfeld)
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Eine Rolle, die Matip Samstag Abend auch ein bisschen genoss. „Diese Saison war bisher sehr schwierig für mich. Wenn es bei der Arbeit schlecht läuft, hat das natürlich auch Folgen für das Privatleben,“ gab Matip einen kleinen Einblick in sein Seelenleben.
Damit war zum Beispiel gemeint, dass der Nationalspieler Kameruns bei den eigenen Fans teilweise einen schweren Stand hat. Denn manchmal wirken die Bewegungen von Matip auf dem Spielfeld ziemlich steif und ungelenk. Außerdem hatte er das Pech, dass Fehler von ihm in dieser Spielzeit schon des öfteren unmittelbar zu Gegentoren führten. Dass Matip aber auch eine Menge von positiven Eigenschaften vereint (Spielübersicht,. Kopfball- und Zweikampfstärke), wird dabei ebenso oft leicht übersehen wie die Tatsache, dass er erst 21 Jahre alt ist.
Deshalb musste er von seinen Mitspielern auch schon mal nach schwächeren Leistungen aufgemuntert werden. „Joel ist ein sehr sensibler Typ, der ein bisschen Zuneigung und Rückendeckung braucht“, erzählte Kapitän Benedikt Höwedes. „Die haben wir ihm gegeben und die hat er vom Trainer bekommen. Er hat schließlich immer gespielt. Wir wissen um seine Qualitäten. Heute war seine Torjäger-Qualität gefragt und die hat er zweimal zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt. Deshalb haben wir gewonnen.“
Manager Horst Heldt gönnte es „Jimmy“, wie er von seinen Mannschaftskameraden genannt wird, jedenfalls sehr, dass er erstmals in seiner Bundesliga-Karriere gleich zweimal einnetzte. „Ich freue mich wahnsinnig für ihn“, so Heldt. „Als ich am Spieltag morgens aufgestanden bin, habe ich sicherlich nicht daran gedacht, dass Joel zwei Tore schießt. Das ist Balsam für ihn, weil er oftmals kritisch gesehen wird.“
In den Katakomben der Veltins-Arena wurde Matip deshalb sogar mit „Goalgetter-Goalgetter“-Sprechchören von seinen Mitspielern gefeiert. Diese Form der Anerkennung quittierte der introvertierte Defensivspezialist mit Schmunzeln und war dann letztlich froh, dass ihn die Journalisten in den Feierabend entließen. Zuvor gab Matip noch bescheiden zu Protokoll, dass es ihm egal sei, wer die Tore für Schalke 04 schieße. „Hauptsache, wir gewinnen.“
Ein anderer, auf den die Bezeichnung „Goalgetter“ in der vergangenen Saison wie die Faust aufs Auge passte, schwächeln dagegen weiter. Klaas-Jan Huntelaar absolvierte gegen Düsseldorf zwar ein großes Laufpensum, aber dem 29-Jährigen gelang so gut wie nichts. Nach seiner Augenverletzung hat Huntelaar seinen Spielrhythmus noch längst nicht gefunden. Aber auch schon vor dieser Verletzung läuft der Mittelstürmer seiner Form aus der Vorsaison hinterher. Erst fünf Tore in der Bundesliga sind für den ehrgeizigen Niederländer, der in der vergangenen Spielzeit als Torschützenkönig 29 Mal ins Schwarze traf, eine äußerst schwache Zwischenbilanz.
Doch Heldt stärkt dem „Hunter“ den Rücken. Der Manager räumte zwar ein, dass Huntelaar „noch nicht der Alte“ sei. Aber er nahm den Mittelstürmer auch in Schutz: „Er wird wieder zu seinem Spiel finden. Sein Spiel lebt auch von den Möglichkeiten, die ihm seine Hinterleute erarbeiten.“
Doch Huntelaar sollte seine Formkrise schnell überwinden. Denn Schalke braucht seine Tore, wenn es nach oben klettern will. Den Zittersieg gegen den schwachen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf wertete Heldt richtigerweise nur als kleinen Schritt. Weitere müssen folgen, um Schalke sportlich zu stabilisieren. Aber in den nächsten Tagen bleibt wenigstens etwas Zeit zum Durchatmen.
Damit war zum Beispiel gemeint, dass der Nationalspieler Kameruns bei den eigenen Fans teilweise einen schweren Stand hat. Denn manchmal wirken die Bewegungen von Matip auf dem Spielfeld ziemlich steif und ungelenk. Außerdem hatte er das Pech, dass Fehler von ihm in dieser Spielzeit schon des öfteren unmittelbar zu Gegentoren führten. Dass Matip aber auch eine Menge von positiven Eigenschaften vereint (Spielübersicht,. Kopfball- und Zweikampfstärke), wird dabei ebenso oft leicht übersehen wie die Tatsache, dass er erst 21 Jahre alt ist.
Deshalb musste er von seinen Mitspielern auch schon mal nach schwächeren Leistungen aufgemuntert werden. „Joel ist ein sehr sensibler Typ, der ein bisschen Zuneigung und Rückendeckung braucht“, erzählte Kapitän Benedikt Höwedes. „Die haben wir ihm gegeben und die hat er vom Trainer bekommen. Er hat schließlich immer gespielt. Wir wissen um seine Qualitäten. Heute war seine Torjäger-Qualität gefragt und die hat er zweimal zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt. Deshalb haben wir gewonnen.“
Manager Horst Heldt gönnte es „Jimmy“, wie er von seinen Mannschaftskameraden genannt wird, jedenfalls sehr, dass er erstmals in seiner Bundesliga-Karriere gleich zweimal einnetzte. „Ich freue mich wahnsinnig für ihn“, so Heldt. „Als ich am Spieltag morgens aufgestanden bin, habe ich sicherlich nicht daran gedacht, dass Joel zwei Tore schießt. Das ist Balsam für ihn, weil er oftmals kritisch gesehen wird.“
In den Katakomben der Veltins-Arena wurde Matip deshalb sogar mit „Goalgetter-Goalgetter“-Sprechchören von seinen Mitspielern gefeiert. Diese Form der Anerkennung quittierte der introvertierte Defensivspezialist mit Schmunzeln und war dann letztlich froh, dass ihn die Journalisten in den Feierabend entließen. Zuvor gab Matip noch bescheiden zu Protokoll, dass es ihm egal sei, wer die Tore für Schalke 04 schieße. „Hauptsache, wir gewinnen.“
Ein anderer, auf den die Bezeichnung „Goalgetter“ in der vergangenen Saison wie die Faust aufs Auge passte, schwächeln dagegen weiter. Klaas-Jan Huntelaar absolvierte gegen Düsseldorf zwar ein großes Laufpensum, aber dem 29-Jährigen gelang so gut wie nichts. Nach seiner Augenverletzung hat Huntelaar seinen Spielrhythmus noch längst nicht gefunden. Aber auch schon vor dieser Verletzung läuft der Mittelstürmer seiner Form aus der Vorsaison hinterher. Erst fünf Tore in der Bundesliga sind für den ehrgeizigen Niederländer, der in der vergangenen Spielzeit als Torschützenkönig 29 Mal ins Schwarze traf, eine äußerst schwache Zwischenbilanz.
Doch Heldt stärkt dem „Hunter“ den Rücken. Der Manager räumte zwar ein, dass Huntelaar „noch nicht der Alte“ sei. Aber er nahm den Mittelstürmer auch in Schutz: „Er wird wieder zu seinem Spiel finden. Sein Spiel lebt auch von den Möglichkeiten, die ihm seine Hinterleute erarbeiten.“
Doch Huntelaar sollte seine Formkrise schnell überwinden. Denn Schalke braucht seine Tore, wenn es nach oben klettern will. Den Zittersieg gegen den schwachen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf wertete Heldt richtigerweise nur als kleinen Schritt. Weitere müssen folgen, um Schalke sportlich zu stabilisieren. Aber in den nächsten Tagen bleibt wenigstens etwas Zeit zum Durchatmen.
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