Zwischen Frust und Lust: Kluge hat Stammplatz verloren - Höger hat die Nase vorn
GELSENKIRCHEN Der eine verließ die Veltins-Arena glücklich und zufrieden, der andere mit nachdenklichem Gesicht. Die Stimmungslage bei Marco Höger und Peer Kluge hätte nach dem Schalker Supercup-Erfolg gegen Borussia Dortmund unterschiedlicher nicht sein können.
Setzte sich durch auf Rechts: Marco Höger (Foto: imago )
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"Eine neue Welt"
„Es war ein tolles Erlebnis, hier vor über 60 000 Zuschauern zu spielen. Schalke ist für mich eine neue Welt“, bilanzierte der 21-Jährige mit strahlendem Gesicht. Ansprüche auf einen Stammplatz formuliert Höger zwar nicht, doch dass er nach seiner bisher guten Vorbereitung Blut geleckt hat, ist unübersehbar.
Als rechter Verteidiger scheint Höger momentan dem Japaner Atsuto Uchida den Rang abgelaufen zu haben. „Ich spiele dort, wo der Trainer mich hinstellt“, sagt der 21-Jährige ganz bescheiden, um dann jedoch augenzwinkernd hinzuzufügen: „Ich habe im Spiel gegen den BVB gezeigt, dass ich kein ganz Blinder bin. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen. Es macht einfach Riesenspaß, in diesem Team zu spielen.“
Kluge auf der Bank
Wie Atsuto Uchida musste auch Peer Kluge 90 Minuten auf der Bank bleiben. Für den Mittelfeldrenner eine völlig neue Erfahrung in den vergangenen Monaten, seit er für die Königsblauen aktiv ist. Denn bisher galt der 30-Jährige als gesetzt. Noch im DFB-Pokalfinale gegen den MSV Duisburg stand er in der Schalker Startformation.
Doch mittlerweile scheinen sich die Kräfteverhältnisse verändert zu haben. Trainer Rangnick vertraute auf Joel Matip und einem etwas mehr nach hinten orientierten Lewis Holtby im defensiven Mittelfeld. Ob das eine Dauerlösung sein wird, muss man abwarten.
Zufrieden wird Peer Kluge mit seiner Rolle als Bankdrücker jedoch nicht gewesen sein. Dafür ist der frühere Chemnitzer einfach viel zu ehrgeizig.










