Stadt stundet Grundsteuer: Königsblauer Canossa-Gang
GELSENKIRCHEN Noch am Donnerstag stufte Trainer Felix Magath die Finanzsorgen beim FC Schalke 04 als „Problemchen“ ein, „das wir in den Griff bekommen werden“. Doch die Krise ist viel ernster.
Schalkes Geschäftsführer Peter Peters. (Foto: team2)
Zuvor hatte es Gespräche auf höchster Ebene zwischen Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) und der Schalker Vereinsspitze gegeben. Das für Schalke wichtige Ergebnis: Die Stadt – selbst finanziell nicht auf Rosen gebettet, der Haushalt wird Ende dieses Jahres ein Defizit von 100 Millionen Euro ausweisen – ist bereit, dem Verein die Grundsteuer für das Gelände rund um die Veltins-Arena zu stunden. Damit hat der Bundesligist mehr finanziellen Spielraum, weil ein sechsstelliger Betrag nun nicht sofort fällig wird.
Der Canossa-Gang der Schalker Führungsetage zum Oberbürgermeister macht daher deutlich, wie schwer entgegen aller Beteuerungen die Geldprobleme des Bundesligisten wohl tatsächlich sind. Außer der Stadt umschmeichelte Peters auch Banken als „verlässliche Partner“ – gut möglich, dass auch mit denen demnächst gesprochen werden muss.










