Neue Kartenpreise: Erhöhungen sorgen für Ärger an der Schalker Basis
GELSENKIRCHEN Dass der FC Schalke 04 die Kartenpreise ab der neuen Saison erhöhen wird, ist seit Wochen bekannt. Vorstandsmitglied Peter Peters fiel bei der Jahreshauptversammlung die undankbare Aufgabe zu, dies mit dem Hinweis auf die finanzielle Schieflage des Vereins zu begründen.
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Die neuen Kartenpreise sorgen für Ärger an der Schalkre Fan-Basis, (Foto: dpa)
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Die neue Kartenpreisstruktur hat der Bundesligist jetzt ins Netz gestellt und daraufhin sogleich einige wütende Reaktionen in den diversen Internetforen erhalten. Das Ende der Fahnenstange sei erreicht. „Ich habe seit 1988 eine Dauerkarte. Aber die Preise, die jetzt aufgerufen werden, sind mir wirklich zu herbe“, schreibt ein Fan. Denn zukünftig gibt es bei den Königsblauen nur noch vier Preiskategorien. Die billigste Karte kostet ab der neuen Saison 12,50 Euro, das teuerste Ticket 50 Euro.
Potentielle Neukunden
Auch die Dauerkartenpreise wurden bis auf wenige Ausnahmen in allen Kategorien angehoben. Damit bewegt sich Schalke zwar im Mittelfeld der Kartenpreise im Vergleich zu anderen Bundesligisten, aber das kann den Ärger an der Fan-Basis kaum mildern. Die Schalker Fan-Organisationen haben in einer Stellungnahme Kritik geübt: „Die neuen Preise, insbesondere die Tageskartenpreise in einigen Kategorien, aber auch die Dauerkarten-Preise für potentielle Neukunden, sind für eine Vielzahl an Fans kaum noch oder gar nicht mehr zu bezahlen.
Zwar wurde vom Verein darauf geachtet, insbesondere im Stehplatzbereich keine Dauerkarten-Preiserhöhungen durchzuführen und auch die Dauerkartenpreise für Altkunden nicht in gleicher Weise wie die Tageskarten zu erhöhen, dafür wurden aber gerade in den günstigsten Sitzplatzkategorien die Preise für die Tageskarten und für Dauerkarten-Neukunden erheblich erhöht.
Soziale Verantwortung
Hier ist der Verein der sozialen Verantwortung gegenüber seinen Fans nicht nachgekommen und hat zu sehr nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschieden. Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet sind nicht München oder Hamburg.“ Außerdem enttäuscht die Fanorganisationen, dass die Anhänger vor vollendete Tatsachen gestellt wurden: „Eine Information erfolgte leider erst, nachdem vom Verein Fakten geschaffen wurden.
Wir sehen in der neuen Preispolitik eine Tendenz, welche die gesamte Fan-Struktur bei den Heimspielen in eine Richtung lenkt, die so sicher von niemanden gewünscht wird. Bei der eingeschlagenen Preispolitik wird sich das Publikum auf Dauer erheblich verändern, wahrscheinlich nicht zum Vorteil.“ Ob sich diese Befürchtungen bestätigen?
- Wechsel: Mohamed Amsif, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, hat einen neuen Verein gefunden. Der 21-Jährige wechselt zum Zweitligisten FC Augsburg. Dort hat der Torhüter einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012 unterschrieben. 85. Minute eingewechselt.
- Abschied: Der Wechsel von Gerald Asamoah zum FC St. Pauli (wir berichteten) rückt immer näher. „Wir haben miteinander gesprochen. Dafür verzichte ich auch auf Geld“, erklärte der 31-Jährige.
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