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Eisschnelllauf
Fall Pechstein - Sottas stellt eigenes Gutachten infrage
am 22. November 2009 23:04 Uhr
BERLIN Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat öffentlich gemacht, dass ein maßgeblicher Experte des Weltverbandes ISU nicht mehr zu seinem eigenen Gutachten steht.
Entschlossen
Claudia Pechstein kämpft weiter gegen ihre Sperre.
«Offenbar gibt es Angst bei der ISU, dass er sich auf meine Seite gestellt haben könnte», sagte die 37 Jahre alte Berlinerin in der TV- Sendung «Sportplatz» des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Pierre-Edouard Sottas, der Leiter des Anti-Doping-Labors Lausanne, hatte mit seiner Expertise maßgeblich dazu beigetragen, dass Pechstein am 1. Juli von der ISU wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrt worden war. «Wir haben uns bei der Anhörung vor dem CAS in Lausanne schon gewundert, warum Sottas, der ja in Lausanne wohnt, nicht dabei war und auch kein Grund für seine Abwesenheit angegeben wurde», sagte Pechstein. «Das halte ich für sehr fragwürdig.»

Die Sportlerin geht weiter von einem Freispruch in dem für den 25. November angekündigten CAS-Urteil aus. «Ich habe nicht gedopt, deswegen kann es nur einen Freispruch geben. Wenn ich aber dennoch gesperrt werde, werde ich kämpfen bis zum Letzten und vor das Schweizer Bundesgericht gehen. Dort werden die Fehler der ISU sicher besser verstanden.» Ihr Vertrauen in die Sportgerichtsbarkeit sei jedoch «verbrannt», gab Pechstein zu, weil der Sportgerichtshof das Urteil schon mehrere Male verschoben hat, um eine exakte Begründung mitzuliefern.

 
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