Dritte Fankonferenz: Nachwahl des Aufsichtsrates soll noch 2010 über die Bühne gehen
BOCHUM Noch in diesem Jahr sollen die vakanten Posten im Aufsichtsrat des VfL Bochum neu besetzt werden. Dies bekräftigte Aufsichtsratsmitglied Frank Goosen bei der dritten Fankonferenz der Initiative "Wir sind VfL" im Riff.
Aufsichtsratsmitglied Frank Goosen (links) und Günter Bernhörster, Mitglied des Wahlausschusses und VfL-Justiziar. (Foto: Jörg Laumann)
Bereits am Donnerstag (25. November) wolle der Aufsichtsrat über den Termin der außerordentlichen Mitgliederversammlung entscheiden, in der die Nachfolger von Werner Altegoer, Heinz Hossiep und Horst Christopeit gewählt werden sollen.
Zeit drängt
Die Zeit drängt, da die Mitglieder spätestens drei Wochen vor der Sitzung eingeladen werden müssen. Goosen sieht dies jedoch trotz der Weihnachtszeit als lösbare Aufgabe: "Diese Veranstaltung wird nicht daran scheitern, dass wir keine Räumlichkeiten finden."
Günter Bernhörster, Mitglied des Wahlausschusses und VfL-Justiziar, teilte Goosens Forderung nach einer schnellen Komplettierung des Aufsichtsgremiums. "Wann auch immer terminiert wird, ist der Wahlausschuss in der Lage, einen Vorschlag abzugeben", betonte er.
Zwei Stunden mit 140 Besuchern
Mehr als zwei Stunden lang stellten sich Goosen und Bernhörster den Fragen der rund 140 Besucher, warben aber auch um Verständnis dafür, nicht in allen Belangen ins Detail gehen zu können. "Es kann niemand erwarten, dass ich hier heute Abend fordere, dass Köpfe rollen", betonte Goosen.
Gemeint war damit insbesondere Sportvorstand Thomas Ernst, der in mehreren Wortbeiträgen heftig kritisiert wurde. Andreas Wiemers von "Wir sind VfL" griff die Forderung nach einer Absetzung Ernsts auf. "Diese Entscheidung muss schnell durch den amtierenden Aufsichtsrat getroffen werden", erklärte er, "sportliche Gründe dafür gibt es genug".
Nehl und Gerland kommen nicht in Frage
Bernhörster deutete an, dass zumindest eine zusätzliche Führungskraft wünschenswert sei: "Vielleicht muss man überlegen, ob der Aufgabenbereich des Sportvorstandes nach dem Ausbau der Frauenabteilung nicht zu groß geworden ist." Auch die potenziellen neuen Kandidaten für den Aufsichtsrat waren ein Thema. Goosen bestätigte, dass die ehemaligen Profis Josef Nehl und Hermann Gerland angesprochen worden seien, aufgrund ihrer aktuellen beruflichen Situation jedoch nicht für das Amt in Frage kämen.
Eine naheliegende Option scheint, dass der Dreier-Block zur Wahl vom ehemaligen Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber und den bislang nur kooptierten Aufsichtsratsmitgliedern Hans-Peter Villis und Bernd Wilmert gebildet wird. Goosen befürwortete dieses Trio, bekräftigte aber auch den Wunsch nach breiter Zustimmung innerhalb der Mitgliedschaft: "Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass euch etwas vorgesetzt wird." Nach wie vor seien die Vereinsmitglieder aufgerufen, Kandidaten vorzuschlagen.
"Durchleuchtung auf allen Ebenen"
Sobald das Gremium in seiner neuen Form aufgestellt sei, wolle man eine "Durchleuchtung auf allen Ebenen in Gang setzen", kündigte Goosen an. "Es muss ein ganz klarer Plan her, mit dem der VfL wieder nach oben kommen und das Verhältnis zu seinen Fans reparieren kann."










