BOCHUM Vor dem B1-Derby gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag ist in Bochum wenig zu spüren von Anspannung oder gar Nervosität.Von Uli Kienel
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Ihn muss keiner motivieren: Lewis Holtby. (Foto: dpa)
Die Vorbereitung auf die Revanche für die 0:2-Hinspielniederlage läuft beim VfL Bochum völlig unaufgeregt ab. Am Mittwochnachmittag gab es nach dem Aufwärmprogramm einige Torschussübungen auf dem Trainingsplatz, dann lief Trainer Heiko Herrlich mit seinen Fußballern schon mal ins Stadion ein. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Spione des BVB wurden dort ein paar Standardsituationen einstudiert. Hauptrollen dürften dabei Milos Maric und Christian Fuchs gespielt haben, deren Freistöße verstärkt Gefahr vor dem gegnerischen Tor herausbeschwören sollen.
Das Beste aufbieten
Was die personelle Situation seines Kaders betrifft, gab sich Heiko Herrlich am Mittwoch gelassen. "Wir werden das Beste aufbieten, das uns zur Verfügung steht", meinte der VfL-Trainer, der auch wieder auf Kapitän Marcel Maltritz (Fußprellung) und Stanislav Sestak (Rücken) zurückgreifen konnte. Das Training dosieren musste Joel Epalle, den es ebenfalls am Fuß schmerzte. Herrlich geht jedoch davon aus, dass der Kameruner am Samstag zum Kader für das Derby gehören wird.
Verstärkter Konkurrenzkampf
Seinen Platz in der Start-Aufstellung dürfte dagegen Innenverteidiger Anthar Yahia sicher haben. Der Algierer nimmt die Position für den gesperrten Mergim Mavraj ein und will sich auch zukünftig dort wieder behaupten. "Für mich fängt die Rückrunde jetzt erst richtig an", meinte der Nationalspieler, "ich bin fit und will zeigen, dass ich in die Mannschaft gehöre." Ein verstärkter Konkurrenzkampf in der entscheidenden Phase der Meisterschaft kann Bochums Trainer nur Recht sein.
Und wie man ein Revierderby bestreitet, muss der ehemalige BVB-Kicker seinen Spielern auch nicht erklären. Lewis Holtby beispielsweise sagt: "Ich komme aus Schalke. Da weiß man, um was es geht, wenn man gegen den BVB spielt. Da muss man niemanden extra motivieren."