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Medienhaus Lensing
22.03.2010 13:55 Uhr
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Woods «ein bisschen nervös» vor Rückkehr

Isleworth (dpa) Der Blick traurig und die Selbstanalyse schonungslos: Tiger Woods hat seine schlagzeilenträchtigen Verfehlungen noch einmal verurteilt. «Es war ein widerliches Verhalten. Es ist schwer zu glauben, dass ich das war», räumte Woods in einem Interview mit «Golf Channel» ein.

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Tiger Woods sprach vor seiner Rückkehr mit amerikanischen Medien. 

Der Amerikaner stellte sich auch beim Sender ESPN den Fragen; zum ersten Mal übrigens seit Bekanntwerden seiner außerehelichen Eskapaden. Er habe mit einer Lüge gelebt, unterstrich die tief gefallene Werbeikone. Er habe nach wochenlanger Therapie einen Menschen gesehen, von dem er nie geglaubt hätte, dass er so sein könnte, betonte Woods. Und dass er das alles seiner Frau Elin angetan habe, lasse ihn noch schlechter fühlen.

Woods brachte aber auch seine Vorfreude auf die Rückkehr in den Golf-Turniersport beim US Masters im April zum Ausdruck. «Ich habe das Spiel vermisst», sagte er. «Ich bin aufgeregt, die Jungs wieder zu sehen. Ich vermisse eine Menge meiner Freunde dort.»

Er wirkte irgendwie erschöpft. Beim legendären Masters vom 8. bis 11. April in Augusta will der einst weltweit gefeierte Branchenstar aber sein Comeback geben. 1997 hatte er das Turnier im Alter von 21 Jahren und 14 Tagen als jüngster Spieler mit dem größten Vorsprung überhaupt gewonnen, zwei weitere Siege folgten. Und jetzt? «Ich bin ein bisschen nervös, um ehrlich zu sein», sagte Woods.

Auf die Frage, welche Reaktion er von den Fans bei seiner Rückkehr nach seinem bis dato letzten Turnier am 15. November vergangenen Jahres in Australien erwarte, antwortete er: «Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht.» Jedenfalls habe er das Spiel vermisst, betonte Woods, der sich an seinem Wohnsitz in Isleworth/Florida den Fragen stellte. Es wäre schön, hier und da ein bisschen Applaus zu bekommen, fügte der Golf-Star mit Blick auf seinen Auftritt in Augusta hinzu.

Einer seiner Gegner und engsten Freunde feierte am Sonntag gerade seinen ersten Turniersieg seit 32 Monaten, als die Interviews mit Woods ausgestrahlt wurden. «Wissen Sie was? Morgen wird in den Zeitungen stehen, dass ich ein Golfturnier gewonnen habe, und es interessiert mich nicht wirklich, ob es auf Seite 3 steht oder irgendwo in der Ecke, weil der Artikel über ihn (Woods) ist», sagte Jim Furyk, nachdem er mit den Abschriften der Interviews in den Pressekonferenzraum gekommen war.

Furyk gilt als einer der wichtigsten Fürsprecher von Woods auf der PGA-Tour. «Ich denke, dass es gut für ihn ist, sein Gesicht zu zeigen und von den Menschen gesehen zu werden», meinte Furyk. Die Leute würden sich ihr Urteil bilden, aber so könne Woods wieder vorangehen.

Seine Rückkehr hatte Woods vor knapp einer Woche angekündigt. «Beim Masters habe ich mein erstes Major-Turnier gewonnen, ich betrachte dieses Turnier mit großem Respekt. Nach einer langen und notwendigen Spielpause fühle ich mich bereit, meine Saison in Augusta zu beginnen», hatte er erklärt. Zwei Wochen nach seinem bis dato letzten Turnier, das er am 15. November in Australien gewann, hatte Woods einen Autounfall. Zu Details wollte er keine weiteren Angaben machen und verwies auf den Polizeibericht. In der Folgezeit wurden mehr und mehr seiner Eskapaden bekannt.

Was nach dem Masters sportlich auf dem Programm steht, konnte der Ausnahmegolfer nicht genau sagen. «Ich weiß nicht, was ich machen werde», so Woods. Seine Therapie wird er auch nach der Rückkehr auf den Golfplatz fortsetzen. «Aber was ich weiß, ist, dass ich ein besserer Mensch werden muss und das beginnt damit, zu weiteren Behandlungen zu gehen», sagte Woods.



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