Startklassen bei den Paralympics
Whistler (dpa) Die Startklassen bei den Paralympics sollen für Gerechtigkeit unter den Sportlern sorgen, die in der gleichen Sportart starten - vergleichbar mit den Gewichtsklassen in Kampfsportarten.
Zwei Sledge-Hockey-Spieler kämpfen bei einem Freundschaftsspiel um den Puck.
Grundsätzlich wird in fünf Gruppen unterschieden: Sehbehinderung/Blindheit, Körperbehinderung stehend, Rollstuhlfahrer, spastische Lähmung und geistige Behinderung. Diese sind jeweils in mehrere Klassen unterteilt.
Die Einordnung der Sportler heißt «Klassifizierung». Sie ist zum Teil umstritten, weil Sportler mit unterschiedlichen Handicaps gleichen Startklassen zugeordnet werden. Zum Beispiel treten beinamputierte oder auch spastisch gelähmte Sportler gegen querschnitt- oder poliogelähmte Athleten an. Ziel ist es, die Anzahl der Entscheidungen zu begrenzen und so für mehr Transparenz zu sorgen. Die Handicap-Unterschiede werden durch Zeitgutschriften ausgeglichen. «Es hat den Behindertensport fast umgebracht, dass es 50 verschieden Startklassen gab», sagt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).
Bei den Paralympischen Winterspielen in Vancouver und Whistler gibt es bei den körperbehinderten Sportlern neun Startklassen, bei den sehbehinderten drei. Beim Rollstuhl-Curling treten Aktive mit Querschnittlähmung, frühkindlicher Hirnschädigung, Multipler Sklerose oder doppelseitiger Beinamputation mit- und gegeneinander an. Jedem Team muss zudem mindestens eine Frau oder ein Mann angehören. Sledge-Hockey, Eishockey auf schlittenartigen Gefährten, spielen Sportler, die aufgrund ihrer Behinderung nicht Schlittschuhlaufen können.














