500 Meter bleiben Wolfs Revier: 50. Weltcup-Sieg
Heerenveen (dpa) Jenny Wolf genoss das seltene Jubiläum, Anni Friesinger bilanzierte einen «schwarzen Winter»: Am Ende einer kräftezehrenden Saison ist die Weltrekordlerin aus Berlin mit ihrem 50. Weltcupsieg in den Kreis der ganz Großen des Eisschnelllaufs aufgestiegen.
Jenny Wolf freut sich über den nächsten Sieg übe 500 Meter.
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In 37,96 Sekunden lief die schnellste Frau auf dem Eis im zwölften Saison-Rennen zum zehnten Sieg und konnte somit die Schmach des verlorenen Olympia-Goldes etwas besser verkraften. «Endlich mal ein Ziel, dass ich nicht knapp verpasst habe», meinte Jenny Wolf, nachdem sie in Richmond nur 5/100 Sekunden am Olympiasieg vorbei raste und ihr zuvor sogar nur eine Hundertstel fehlte, ihren eigenen Weltrekord über 500 Meter endlich unter die Schallmauer von 37,00 Sekunden zu drücken. «Natürlich waren auch meine Beine müde, und ich sehne mich nach Urlaub. Aber dass ich mich in der Kurve schön an Margot Boer ranziehen konnte, hat mich beflügelt», schilderte sie.
Nur drei Eisschnellläuferinnen hatten vor ihr bisher die magische Zahl von 50 Weltcupsiegen feiern dürfen. Unangefochten führt die Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann diese Reihung mit 98 Siegen an, gefolgt von Bonnie Blair (USA/69) und Anni Friesinger-Postma (Inzell/59), einziger Mann im elitären Feld der «Ü50» ist der Kanadier Jeremy Wotherspoon mit 67 Erfolgen. Er wird nach dem verkündeten Karriereende nun als Coach an der neuen Eisschnelllauf- Akademie in Inzell arbeiten.
«Schön, dass ich jetzt zu den ganz Großen gehöre, früher habe ich zu denen immer nur aufgeschaut», sagte Wolf und genoss sichtlich den Triumph. Ihr mit 14 000 Dollar dotierter fünfter Gesamt-Erfolg über 500 Meter hatte schon zuvor festgestanden. Zusammen mit ihren vier Gesamtsiegen über 100 Meter rückte sie nun in dieser Rangliste hinter Niemann (19), Wotherspoon (13) und Blair (10) auf Rang vier vor.
Für Anni Friesinger brachte auch das Schluss-Rennen über 1500 Meter keinen Lichtblick: Mit Platz neun schloss sie erstmals seit dem 25. Januar 1997 eine Saison ohne einen Top-3-Rang ab und konnte sich allein mit dem Olympia-Gold nach dem kuriosen Sturz-Rennen von Richmond trösten. Der wegen der Olympia-Vorbereitung immer wieder aufgeschobene Eingriff am Knie wird nun kommende Woche durch Ex-Teamarzt Volker Smasal in München vorgenommen. Doch an das vorzeitige Karriere-Ende denkt Friesinger nicht: «Ich mache auf jeden Fall noch ein Jahr weiter bis zur WM in Inzell, wo ich sportlich groß geworden bin», verkündete sie umgehend.
Erfreulicher aus deutscher Sicht die Ergebnisse der doppelten Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms, die nach Platz zwei über 3000 Meter auch über 1500 Meter als Fünfte zu überzeugen wusste und mit Blick auf die Mehrkampf-WM kommende Woche wie ihre Vereinsgefährtin Stephanie Beckert als Dritte über 3000 Meter Zuversicht tankte. Monique Angermüller konnte nicht an die gute Leistung vom Premierensieg in Erfurt anknüpfen und belegte über 1000 Meter den in 1:17,31 Minuten den achten Platz. Die Gesamt- Weltcupsiege gingen an die Kanadierinnen Christine Nesbitt (1000 m) und Kristina Groves (1500 m).
Erfreulicher aus deutscher Sicht die Ergebnisse der doppelten Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms, die nach Platz zwei über 3000 Meter auch über 1500 Meter als Fünfte zu überzeugen wusste und mit Blick auf die Mehrkampf-WM kommende Woche wie ihre Vereinsgefährtin Stephanie Beckert als Dritte über 3000 Meter Zuversicht tankte. Beckert führte schließlich das Olympiasieger-Trio mit Katrin Mattscherodt und Anni Friesinger in der Team-Verfolgung auf Platz zwei (3:03,43) hinter Kanada (3:02,04), das sich auch den Gesamterfolg vor Russland und den Deutschen sicherte.
Einen überzeugenden Saisonausklang feierte auch der Chemnitzer Nico Ihle, der in guten 35,63 Sekunden auf Rang sieben seine besten Weltcup-Platzierung über 500 Meter erreichte. Hingegen enttäuschten die deutschen Mittel- und Langstreckler und konnten sich nicht im Vorderfeld platzieren.















