Ab Dienstag: Opelaner verhandeln über gestundete Tariferhöhung

BOCHUM Das neue Jahr beginnt für die Opelaner wie das alte aufgehört hat: mit dem Kampf um den Erhalt des Werkes und damit der Arbeitsplätze. Wie groß die tragfähige Basis ist, könnte bei den heute beginnenden Verhandlungen über die Stundung der Tariferhöhung deutlich werden. Der Bochumer Betriebsrat verknüpft das eng mit der grundsätzlichen Zukunftsfrage.

  • Am Donnerstag stehen die Bänder bei Opel zwei Mal still. Die Belegschaft stimmt über den neuen Tarifvertrag ab.

    Am Donnerstag stehen die Bänder bei Opel zwei Mal still. Die Belegschaft stimmt über den neuen Tarifvertrag ab. Foto: Möller

„In dem Tarifvertrag zur Stundung der 4,3 prozentigen Tariferhöhung hat sich das Unternehmen zu Verhandlungen über eine langfristige Perspektive für alle Opel-Werke verpflichtet“, heißt es in es in einer Mitteilung. „Wir brauchen jetzt eine klare Aussage des Managements zu Bochum. Gleichzeitig erwarten wir, dass alle anderen Standorte sich solidarisch zeigen.“

Neues Flugblatt

Für die Verhandlungen ist jedenfalls eine zentrale Tarifkommission gebildet worden, die aus Vertretern aller deutschen Opel-Standorte sowie der IG Metall besteht. Aus Bochum sind folgende IG Metall-Mitglieder für die Tarifkommission einstimmig gewählt: Rainer Einenkel, Murat Yaman, Michael Müller, Peter Gabriel, Dirk Grützner. Zusätzlich zu den zentralen Tarifverhandlungen gibt es für die Verhandlungen am Standort Bochum eine weitere Verhandlungskommission.

Gleichzeitig hat der Betriebsrat zur Wiederaufnahme der Arbeit nach der Weihnachtspause ein neues Flugblatt verteilt. Dabei führt er viele Argumente auf, die für einen Erhalt der Automobilproduktion in Bochum sprechen. So habe der Standort „die jüngste Opel-Belegschaft in Deutschland, eine hohe Produktionsflexibilität, moderne Fertigungseinrichtungen, ein eigenes Presswerk und eine Komponentenproduktion.“

Kosten für Schließung

Gleichzeitig beschäftigt sich der Betriebsrat mit den möglichen Kosten einer Werksschließung. Nach vorsichtigen Schätzungen würde sie zwischen 500 Millionen und bis zu einer Milliarde Euro kosten. „Ein Großteil davon sind Sozialplankosten, bedingt durch Alterstruktur und Betriebszugehörigkeit.“ Ausdrücklich weist der Betriebsrat darauf hin, dass der Konzern dieses Geld sparen kann – wenn er weiter in Bochum produziert.
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