Über Grenzen hinweg: Bezirksregierung unterstützt drei Kunstprojekte mit 73.000 Euro

BOCHUM Die Bezirksregierung Arnsberg hat jetzt drei Kunstprojekte innerhalb der Internationalen Kulturpolitik mit Landesmitteln in Höhe von insgesamt 73.000 Euro gefördert. Jedes Mal dürfen sich Bochumer Kunstschaffende freuen: das Schauspielhaus, das Kainkollektiv und der Westdeutsche Künstlerbund.

  • Von Bochum nach Litauen: Jochem Ahmann, Matthias Schamp, von dem diese Installation stammt, und Christoph Platz sind mit ihren Werken in der Ausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes »Wortgewand« vertreten.

    Von Bochum nach Litauen: Jochem Ahmann, Matthias Schamp, von dem diese Installation stammt, und Christoph Platz sind mit ihren Werken in der Ausstellung des Westdeutschen Künstlerbundes »Wortgewand« vertreten. Foto: WKB

Der größte Batzen geht an das Schauspielhaus. Als Kooperationsförderung erhält es 60.000 Euro für das Musiktheaterprojekt „Moby Dick“. Dafür kooperiert das Schauspielhaus mit der „Veenfabriek“ (Leiden, Niederlande). Bereits zum dritten Mal ist Paul Koek zu Gast an der Königsallee. Mit Voltaires „Candide“ eröffnete er Anselm Webers erste Spielzeit, ein Jahr später folgte Tschechows „Drei Schwestern“. Jetzt bringt er mit Schauspielern aus Leiden und Bochum und der Band Track „Moby Dick – das Konzert“ auf die Bühne. Die Uraufführung ist am 23. Februar in den Kammerspielen.

Ausstellung in Litauen

Aus dem Bereich der Export-Förderung, die Auftritte wie Gastspiele, Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen im Ausland finanziert, erhielt zudem der in Bochum ansässige Westdeutsche Künstlerbund eine Förderung: 3000 Euro tragen dazu bei, die erfolgreiche Ausstellung „Wortgewand – Sprache in der Kunst“ im Juni auch in einer Galerie in Litauen (Meno Parkas Galerie in Kaunas) zeigen zu können.

Der Künstlerbund pflegt seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit Kollegen in Litauen, speziell mit dem Künstlerbund in Kaunas. Die Themenausstellung zur künstlerischen Auseinandersetzung über Wort, Text und Sprache wurde bereits in Bad Berleburg, Herne, Siegen und Gelsenkirchen gezeigt und ist ab Herbst in Beckum zu sehen.

Deutsch-kamerunisches Theaterprojekt

Beteiligt sind unter anderem die Bochumer Künstler Jochem Ahmann, der zugleich einer der Kuratoren der Ausstellung ist, Christoph Platz und Matthias Schamp. 2014 sollen dann Künstler aus Litauen in Herne ausstellen. In Bochum bereitet der Westdeutsche Künstlerbund März seine 33. Übersichtsausstellung vor. Sie wird unter dem Titel „Wirwiederhier“ am 2. März im Kunstmuseum eröffnet. Kürzlich hat die Jury 105 Teilnehmer ausgewählt. Beteiligt sind als Gäste auch Künstler aus Kroatien.

Über 10.000 Euro als Kooperationsförderung kann sich das in Bochum gegründete Kainkollektiv freuen. Die Kollektivisten Mirjam Schmuck, Fabian Lettow und Alexander Kerlin arbeiten an dem deutsch-kamerunischen Theaterprojekt „Hamletmaschine + X“. In diesem Sommer werden sie mit einem fünfköpfigen Team nach Kamerun fliegen.

Das Land NRW unterstützt im Bereich der internationalen Kulturpolitik durch Export- und Kooperationsförderung Künstler, aber auch Kompanien und Institutionen bei ihren Aktivitäten im Ausland. Ziel ist es, Künstler aus der Region im Ausland bekannter zu machen und damit für das kreative und innovative Kulturland NRW zu werben. Zugleich sollen die Künstler ihre Region mit ihren gewonnenen Erfahrungen bereichern und durch die Auseinandersetzung mit dem Fremden neue Inspiration für ihre Arbeit erlangen.
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