Bochumer Bauprojekt: Musikzentrum könnte größer werden – wenn das Geld reicht

BOCHUM Rücken die Außenwände des Musikzentrums ein Stück weiter hinaus, oder schrumpft das Gebäude wieder auf den ursprünglichen Entwurf zusammen? „Das ist eine Frage der Kosten“, sagt Frank Allmeroth, Chef der Zentralen Dienste, der inzwischen den Bau der Spielstätte übernommen hat. Eine Wunschaufgabe? Allmeroth überlegt und sagt dann überraschend: „Ja.“

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  • Baustelle Musikzentrum

    Baustelle Musikzentrum Foto: Benedikt Reichel

  • Tief hinab zum Fundament. Die Marienkirche ist bis auf den Fels gebaut.

    Tief hinab zum Fundament. Die Marienkirche ist bis auf den Fels gebaut. Foto: Benedikt Reichel

  • Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste, die in Bochum die meisten Hochbaumaßnahmen betreuen.

    Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste, die in Bochum die meisten Hochbaumaßnahmen betreuen. Foto: Klaus Präkelt

Die Balance zwischen den Wünschen der Kunst und dem Kostenrahmen der Politik zu finden, klingt nach Sisyphusarbeit. Vielleicht kann nur ein Techniker diese Prüfung bestehen.

Strom- und Telefonkabel
 
Während am Platz der Marienkirche bereits Strom- und Telefonkabel verlegt werden, ist Fank Allmeroth (Foto) eigentlich damit beschäftigt, zu entscheiden, wie das Gebäude aussehen soll. „Wir haben jetzt einen abgestimmten Bedarf mit allen Nutzern“, sagt er. Mit Symphonikern, mit Musikschule, mit freier Szene. Ergebnis: „Diese Planungen sind etwas größer als der Entwurf“, sagt Allmeroth.
    
Das hatte er vergangene Woche auch dem Kulturausschuss erzählt und damit für Wirbel gesorgt. Kostensteigerungen? Dabei liegt nicht einmal der Grundstein. Allmeroth winkt ab. „Für diese Planung berechnet der Architekt derzeit die Kosten“, sagt er. „Wenn es nicht passt, wird es wieder kleiner. Dann drehen wir eine Ehrenrunde bei den Planungen.“ Ganz einfach.

Auch der Techniker Allmeroth will, dass das Musikzentrum gebaut wird. Weniger des Musikzentrums wegen, sondern um zu zeigen, dass er mit seinen Zentralen Diensten dazu in der Lage ist. Dennoch sagt er den einen Satz: „Da wird nichts gebaut, wenn die Kosten nicht eingehalten werden können.“

Risiken kalkuliert

Gegenfrage: Wie können Sie das wissen, Herr Allmeroth? „Wir haben Risiken kalkuliert“, sagt er. Dennoch, „es gibt Situationen, die kann man nicht vorhersehen.“ Der Holzschwamm an der Feldsieper Schule beispielsweise wurde richtig teuer (RN berichteten). Und einmal hätten sich bei einem Projekt die Preise für Stahl innerhalb der Bauphase verdoppelt, berichtet er. Man könne nicht für alle Eventualitäten Geld zurücklegen. „Stellen Sie sich vor, wir streichen sicherheitshalber zwei Räume weg und am Ende bleiben dann zwei Millionen Euro übrig.“ Alle würden schimpfen. Bislang laufe es ganz gut für den Bau, der vielleicht etwas größer wird, sagt der Experte.

Solides Fundament

Die Kirche, das hat man inzwischen geprüft, steht auf solidem Fundament. „Das haben die damals ordentlicher gemacht, als wir das erwartet haben“, erklärt Allmeroth erfreut. Die Schadstoffmessungen brachten keine Überraschungen. Die vermeintlichen Gänge unter der Erde hat man bislang nicht gefunden. Nur auf dem Parkplatz liegen wohl Fliegerbomben. Damit kennt sich Bochum aus.
 
Dennoch wird es am 30. April nicht losgehen. Der Termin steht zwar für den ersten Spatenstich. Doch das ist mehr ein symbolischer Akt. Die Bauarbeiten werden nicht vor dem Sommer starten.
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