Deutsches Bergbaumuseum: Geschenkt: Das kleine Schwarze

BOCHUM In den Schwarzen Diamant gehört ein schwarzer Diamant. So einfach geht die Geschichte einer Schenkung für das Deutsche Bergbaumuseum.

  • Museumsleiter Rainer Slotta präsentiert den kleinen schwarzen Diamanten, der den großen schwarzen Diamanten im Bergbaumuseum schmücken wird.

    Museumsleiter Rainer Slotta präsentiert den kleinen schwarzen Diamanten, der den großen schwarzen Diamanten im Bergbaumuseum schmücken wird. Foto: Olaf Ziegler

Die Namensgebung für den Erweiterungsbau sei eine Steilvorlage gewesen, erzählte Juwelier Michael Mauer. "Ich stehe hier auf Kohle, habe hier gelernt, Kohle zu machen. Da kann ich auch etwas Kohle an die Stadt zurück geben", begründete der 49-Jährige, der in dritter Generation in Bochum sein Juweliergeschäft führt, gut gelaunt sein Engagement für das Bergbaumuseum.
 
Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz wollte den Edelstein gar nicht mehr aus der Hand geben. So etwas Kostbares habe sie noch nicht in der Hand gehalten. Und auch Museumschef Prof. Rainer Slotta freute sich über die Gabe, die ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für sein Museum bedeutet.

Alles nur Kohlenstoff

Nicht nur wegen des Namens passt der 3,401 Karat und damit 0,68 Gramm schwere schwarze Diamant perfekt in den Museumsbau. Schließlich besteht er genau wie Kohle aus Kohlenstoff. Nur beim Wert hört die Ähnlichkeit auf. "Sie sind zwei Millionen Jahre zu früh hier", scherzte Michael Mauer. Dann nämlich könnte auch die Kohle unter dem Ruhrgebiet zu Diamanten kristallisiert sein.

    

Nicht ganz einfach war die Suche nach einem Edelstein, der auch optisch auffällt. In dieser Größe sind schwarze Diamanten sehr selten. "Sie entstehen anders als andere Diamanten durch Meteoriteneinschlag", erläutert Michael Mauer. Lange hat er gesucht. Viele Exemplare waren zu klein, der Schliff mangelhaft. Schließlich hat er seine Geschäftsbeziehungen in Südafrika genutzt. Dann endlich kam die Lieferung in Bochum an: "Ich war fast erschlagen, als ich den Stein sah", erinnerte er sich. Jetzt schätzt er, dass es in Deutschland keinen größeren schwarzen Diamanten geben wird.

Der Wert? "Eine respektable Summe"

Über den Wert des nur 0,68 Gramm schweren Steins will Mauer nur so viel sagen: "Eine respektable Summe." Deshalb ist der Sockel, auf dem die schwere Glasvitrine im Eingangsbereich des Erweiterungsbaus steht, auch nicht einfach nur ein Sockel. In seinem Inneren befindet sich ein Tresor, in den der Diamant hineinfällt, sollte jemand zu sehr an der Vitrine rütteln.

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