Zeltfestival Ruhr: Malmsheimer schockte mit Grußwort

BOCHUM Eklat bei der Eröffnungsfeier des Zeltfestivals: Auf der Pre-Opening-Party am Donnerstagabend sorgte der Kabarettist Jochen Malmsheimer mit einem polarisierenden Grußwort für Stimmung und Verstimmung. In einer 20-minütigen Litanei ging er mit Stadt und Stadtspitze hart ins Gericht.

  • Brachte mit seiner polarisierenden Rede die Eröffnungsfeier aus den Fugen: Kabarettist Jochen Malmsheimer.

    Brachte mit seiner polarisierenden Rede die Eröffnungsfeier aus den Fugen: Kabarettist Jochen Malmsheimer. Foto: Archiv

Die anwesende Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz zeigte sich wenig amüsiert. Die Veranstalter distanzierten sich von den Worten des Kabarettisten.

„Vielleicht hätte man die Verwaltung verkaufen und die Scheiße behalten sollen“, kommentierte Malmsheimer, der in Bochum aufgewachsen ist, den misslungenen Cross-Border-Deal um die Bochumer Abwasserkanäle.
 
Anfangs viel Applaus

Dafür gab es noch viel Applaus. Als er dann auch gegen das geplante und nicht realisierbare Konzerthaus schoss, regte sich erster Protest. Nicht wenige Unterstützer des Projektes, darunter Kulturdezernent Michael Townsend, waren anwesend.
    

Jochen Malmsheimer nutzte für seinen Rundumschlag gegen die Stadtverwaltung den aus seiner Sicht perfekten Zeitpunkt. Niemals sonst hätte er die versammelten Größen aus Politik und Wirtschaft zwingen können, ihm zuzuhören.

Kein Entrinnen für die OB

Am Donnerstag gab es selbst für Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz kein Entrinnen. In der ersten Reihe musste sie zahlreiche Spitzen über sich ergehen lassen. Irgendwann platzte ihr doch der Kragen. Offensichtlich verstimmt suchte sie das Gespräch mit dem Veranstalter.

    
 
Heri Reipöler distanzierte sich nach dem Grußwort von diesem „polarisierenden Auftritt“, betonte, dass Malmsheimer für sich gesprochen habe.

Meistdiskutiertes Thema

Der Auftritt des Kabarettisten war von diesem Punkt an das meistdiskutierte Thema auf der Eröffnungsparty. Ob am Tresen oder am Pissoir – Malmsheimers Name war überall zu hören und wurde mit den unterschiedlichsten Attributen versehen.

Der Autor selbst erklärte im Nachhinein, ihm sei die polarisierende Wirkung bewusst gewesen. Bochums erste Bürgerin nannte seinen Aufritt „einfach nur platt“. „Anlässlich der Eröffnung finde ich das besonders unmöglich“, so Scholz. „Für mich ist die Sache erledigt.“

Besonders schade: Der Auftritt des Kabarettisten sorgte für so viel Wirbel, dass anschließend kaum noch einer der 500 geladenen Gäste den großartigen Auftritt der Blassportgruppe Südwest verfolgte. 
 
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