Viel Unmut: Bochumer unzufrieden mit ihrer Stadt

Bochum Bochums Bürger sind sauer – viele jedenfalls. Wir haben sie in der Innenstadt angesprochen und gefragt: „Was wünschen Sie sich 2013 von der Stadt?“ Das Spektrum der Wünsche ist breit.

« »
1 von 3
  • Die Wittenerin Ulla Sauer kommt immer gerne in ihre "Lieblingsbesuchsstadt" Bochum.

    Die Wittenerin Ulla Sauer kommt immer gerne in ihre "Lieblingsbesuchsstadt" Bochum. Foto: Carolina Meinert

  • Annette und Justin Albers wünschen sich als junge Eltern mehr Plätze in der Kinderbetreuung.

    Annette und Justin Albers wünschen sich als junge Eltern mehr Plätze in der Kinderbetreuung. Foto: Carolina Meinert

  • Dani Rösner hat genug von der langsamen Aufklärung rund die Affären der Stadt und ihrer Töchter. Sie wünscht sich schneller Ehrlichkeit, damit der Ruf der Stadt nicht derart beschädigt wird.

    Dani Rösner hat genug von der langsamen Aufklärung rund die Affären der Stadt und ihrer Töchter. Sie wünscht sich schneller Ehrlichkeit, damit der Ruf der Stadt nicht derart beschädigt wird.

Junge Eltern wie Justin und Annette Albers wünschen sich vor allem mehr Plätze in der Kinderbetreuung. Auch eine bessere Sanierung der Straßen ist für sie ein Kritikpunkt. Besonders häufig aber machten die Menschen ihrem Unmut Luft – über Stadtwerke, Sparkasse und Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.

Affären
 
„Die Stadt macht sich lächerlich“, fasst eine Seniorin zusammen. Was sie meint sind nicht nur die Affären um den Atrium-Talk. Auch die „Mauscheleien“ um das Musikzentrum stören sie gewaltig. Dass die Stadt Kosten und Folgekosten für den Bau wird stemmen können, glaubt sie nicht. Stattdessen sieht sie Bibliotheken und Hallenbäder in Gefahr, die den dann nötigen Einsparungen zum Opfer fallen würden. Dass die Bürger politikverdrossen würden, darüber dürfe man sich in Bochum nicht wundern.
 
Kritik bezüglich der Stadtwerke übt auch Dani Rösner. „Ich würde mir wünschen, dass die Stadt schneller ehrlich ist, damit unsere Stadt nicht immer so negativ in den Schlagzeilen ist“, sagt die junge Mutter. Außerdem hätte sie gern, dass das Stadtbad wieder aufmacht, schließlich stünde das Gebäude am Boulevard derzeit ungenutzt leer. Damit steht sie nicht allein und überhaupt scheint dieser Stadtbereich ein Streitthema zu sein.

Leerer Boulevard

„Was nützt mir ein Boulevard, der leer ist?“, fragt eine ältere Dame. Früher hätte es dort noch einen richtigen Weihnachtsmarkt gegeben, jetzt nicht mehr. Dort ansässige Händler würden ausgeschlossen, Passanten seien kaum unterwegs. „Das ärgert mich schon seit Jahren“, sagt sie. Bochum sei trostlos geworden und unattraktiv – auch, weil es kaum noch Blumen gebe in der Stadt, die das Stadtbild schöner machen.

Ulla Sauer findet das nicht. Die Wittenerin kommt gern und häufig zum Einkaufen in ihre „Lieblingsbesuchsstadt“ Bochum. „Das soll so bleiben“, sagt sie. Bummeln könne man hier gut, auch das neue Parkhaus gefalle genauso wie die Gastronomie.
 
Spricht man Jürgen Hemmerich dagegen auf seine Heimatstadt an, gerät der Bochumer in Rage. „Ich wünsche mir eine andere Stadtverwaltung, inklusive Stadtwerke und Sparkasse und Ottilie Scholz muss weg“, sagt er.

Machen Sie mit

Was wünschen Sie sich von der Stadt für das Jahr 2013.
 

Vorname Nachname

Telefonnummer

E-Mail-Adresse

Was wünschen Sie sich 2013 von der Stadt?

KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 25 : 5?