Zeche Zollern: 22. Geierabend feierte Premiere

CASTROP-RAUXEL Für die Premierengäste hieß es am Donnerstagabend blitzschnell Umschalten vom Weihnachts- auf den Karnevalsmodus: Die erste von 36 Vorstellungen des Geierabends 2013 ging bereits einen Tag nach dem Zweiten Weihnachtstag in der Zeche Zollern II/IV über die Bühne.

  • Impressionen aus der Geierabend Generalprobe 2013.

    Impressionen aus der Geierabend Generalprobe 2013. Foto: Oliver Schaper

Statt festlicher Besinnung karnevalistische Ausgelassenheit: Zum 22. Mal lässt sich der gefiederte Geselle in dieser Session knapp hinter der Stadtgrenze nieder. Und zwar unter dem Motto „Ein Zombie hing am Förderseil“, was verkleidungstechnisch ja schon die ein oder andere Vorgabe bedeutete.

Und darüber hinaus auch gleich den ersten Gag provozierte: „Dass wir beim Einmarsch als einzige keine Masken bekommen haben, sollte uns zu denken geben“, meinte der Steiger (Martin Kaysh) zum Präsidenten (Roman Henri Marczewski).
 
Zwei der tragenden Figuren begleiten also erwartungsgemäß wieder den etwas anderen Karneval mit gemäßigt dosierten Kleidungs- und Schunkelritualen , dafür aber häufig mit hintersinnigem, bisweilen aber auch überderbem Humor.

Kontroverse Beschneidungsdebatte
 
Womit wir auch schon beim weniger lustigen ersten Teil des Abends wären, bei dem das ebenfalls seit einigen Jahren zum Standard gehörende Kellnerinnenpärchen Lilli (Sandra Schmitz) und Lotti (Franziska Mense-Moritz) die kontroverse Beschneidungsdebatte zum Thema machte. Was nicht gut gehen konnte, weil Religionssatire per se schon ein schwieriges Feld ist und in Kombination mit Schniedelwutz und Co. die Angelegenheit nicht einfacher macht.

Insgesamt muss man feststellen, dass die reinen Wortbeiträge bis auf wenige Ausnahmen hinter den zweifellos stets sehr hohen Erwartungen zurückblieben. Da sind den Geiern im Laufe der Jahre doch mit der Zeit die Federn ausgegangen. Es dann aber immer stärker wurde, wenn Hardrock anstand (sehr gut Pinball Wizard, With a little help from my friends oder die neu zusammengestellte mobile Rabatzkolonne vonne Südtribüne). Oder Musik pur und als Ergänzung angesagt war.

Stimmlich schöner Gesangsverein
 
Der stimmlich sehr schöne Gesangsverein „Denn man tau“ aus Schnöttentrop gehörte ebenso zu den Höhepunkten des dreieinhalbstündigen Abends wie die Hossa Boys oder das gekonnte Medley aus mehreren Jahrzehnten Filmmusik. Erster Bewerber für den Pannekopp-Orden ist im Übrigen der Bochumer Promi-Vermittler Sascha Hellen. Und das völlig zu Recht.
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 50 - 8?