Castroper TV: Gericht vertagt Missbrauchs-Prozess

DORTMUND/CASTROP-RAUXEL Der Missbrauchs-Prozess gegen den langjährigen Jugendtrainer des Castroper TV ist nach knapp dreistündiger Verhandlung überraschend geplatzt.

  • Rechtsanwalt Burkhard Kapteinat vertritt den Angeklagten ehemaligen Jugendtrainer (links).

    Rechtsanwalt Burkhard Kapteinat vertritt den Angeklagten ehemaligen Jugendtrainer (links). Foto: Hartwich

Das Dortmunder Landgericht will den Angeklagten nun doch von einer Psychiaterin untersuchen lassen. Der 58-Jährige hat jahrelang Kinderporno-Fotos von seinen Turnschülerinnen gemacht und sich laut Anklage auch an ihnen vergangen.

Mutige 26-Jährige
 
Während der Angeklagte sich zum Prozessauftakt hinter seiner Fleece-Jacke versteckte, um nicht gefilmt zu werden, zeigten sich die Opfer unfassbar mutig. Eine heute 26-jährige Frau stellte sich sogar vor eine Kamera und sagte: "Wenn ich ihn jetzt wieder sehe, kriege ich kalte Hände, Wut und Angst." Sie sei jedoch gekommen, um mit der Sache endlich abschließen zu können.

Als die Staatsanwältin später die zehnseitige Anklage verlas, hielten sich die betroffenen Frauen an den Händen, einige weinten. Immer wieder hatte sie der Turnlehrer fotografiert - vor allem im Intimbereich. Tatort war meist der Mattenwagen in der Sporthalle.

"Nicht pädophil"

Das meiste hat der 58-Jährige auch gleich zugegeben - aber längst nicht alles. Den Richtern sagte er am Dienstag: "Mir ging es in erster Linie darum, etwas auf Fotos festzuhalten, von intimsten Momenten." Das sei wie das "Sammeln von Trophäen" gewesen. Pädophil sei er nicht.

Genau das soll jetzt von einer Psychiaterin untersucht werden. Ende September soll der Prozess dann neu beginnen. Auf den Computern und Speichermedien des Angeklagten waren über 12.000 Kinderpornobilder und fast 400 Videos gefunden worden.
    

 
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