Lesung auf Bladenhorst: Ulli Engelbrecht tauchte in die 70er- und 80er-Jahre ein

CASTROP-RAUXEL "Samtcord, Strass & Soundgewitter" bot Ulli Engelbrecht, Pressereferent des Westfälischen Landestheaters, am Samstag bei einer Lesung auf Schloss Bladenhorst, bei der er seine Besucher mitnahm in die bunte Show-Welt der 70er- und 80er-Jahre.

  • Ulli Engelbrecht bei seiner Lesung auf Schloss Bladenhorst.

    Ulli Engelbrecht bei seiner Lesung auf Schloss Bladenhorst. Foto: Schreckenschläger

Keinen Zweifel ließ Engelbrecht aufkommen, dass er eigene Erfahrungen anekdotisch zum Besten gab. Zwischen Flitter-Background, poppig-bunten Utensilien und „alter“ Technik aus dieser Zeit las er aus seinem Buch „Samtcord, Strass & Soundgewitter“, in dem es um die eigene musikalische Sozialisierung geht, zeichnete die Wahrnehmung der Rock- und Pop-Geschichte in schillernden Facetten nach.

Werkzeug Diaprojektor

All das illustrierte Engelbrecht mit Bild und Ton, ließ Vinylscheiben auf dem Teller seines tragbaren Plattenspielers rotieren, entlockte dem Kassettenrecorder manchen Jingle. Auf der Leinwand sorgten Werbeclips und Starfotos für passende Impressionen. Als Werkzeug dazu diente ein Diaprojektor. Für die Jüngeren unter uns: Das ist ein Beamer in analog. Einer flimmernden Röhre mit stattlichen 40 Zentimetern Bilddiagonale entlockte er die Videoclips der 80er Jahre.
 
Ausgehend von der Schlagerkultur im Elternhaus folgte er noch einmal dem Weg zum Rock’n Roll, streifte dabei alle Nebenlinien der Popkultur – mal mit Begeisterung, mal mit strafendem Kommentar. Ilja, Richter, Uschi Nerke und selbst Dieter Thomas Heck tauchten in diesem Panoptikum auf, dazu Mal Sondock und die Discothek im WDR, jene Gurus der Pop-Kultur, denen eine ganze Generation folgte.

Gelästert wurde auch
 
Gelästert wurde auch. Eine Hitparade der Unsäglichkeiten von „Paloma Blanca“ bis Dieter Bohlen sorgte für Lacher. Dazwischen fand sich manch schwüle Pubertätsphantasie, Werbe-Ikonen des von Oswald Kolle beeinflussten Lifestyles. Einfallslose Katastrophen der Musik aus den 80ern folgten in locker-literarischer Schilderung, sorgten für allgemeine Erheiterung. Aerobic zum Mitmachen fehlte ebenfalls nicht im Programm.
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