Chor gab Oper in Gesang und Plaudereien

BÖVINGHAUSEN Der Somborn-Chor gab sich mit einem bunten Programm rund um die Oper die Ehre.

  • Dirigent Andrzej Chmielowiec dirigierte im Bürgerhaus keinen Chor, sondern eine fröhlich aufspielende Gruppe von Primadonnen und anderen Opernstars.

    Dirigent Andrzej Chmielowiec dirigierte im Bürgerhaus keinen Chor, sondern eine fröhlich aufspielende Gruppe von Primadonnen und anderen Opernstars. Foto: Schütze

Aufsehen erregend war der Einmarsch der Diven auf die Bühne des Bürgerhauses der Heinz und Ilse Schulze Stiftung in Bövinghausen.

Der Somborn-Chor, der dort ein Konzert mit Opernklassikern gab, hatte sich auch ein lockeres Programm mit Anekdoten rund um die Oper einfallen lassen - und da durften Diven nicht fehlen.

Schnatternd vor Aufregung bewegte sich der Chor durch den Saal, erwartete gespannt die Ankunft der Primadonnen. Mit Pailletten und Federboa geschmückt schritten die anspruchsvollen "Starsopranistinnen" ein, die sich zu einem Auftritt "herabließen", obwohl es keine "richtige Bühne, Vorhang und Orchester" gab. "Diese Einlagen wurden für dieses nachgeschobene Konzert extra geprobt", erzählte Erster Vorsitzender Klaus Vetter.

Spaß am Spielen

Ja, man merkte den Damen und übrigen Chormitgliedern den Spaß am Spielen und am Singen an. Erst gab es Mozarts "Oh ihr Mädchen zur Liebe geboren" aus "Cosi fan tutte". Es wurde als ein amüsantes Duett von Diva Ursula Dunker und Tenor Jürgen Lorei mit Unterstützung des Chores präsentiert. Eine Show für sich war der dirigierende Chorleiter Andrzej Chmielowiec, der mit sehr akribischer Arbeit alles aus dem Chor herausholte. Er schwang die Arme voller Inbrunst, stampfte auf, um starke Akzente und feine Nuancen in "Nach Wien" und dem "Einzugsmarsch" aus Strauss' "Zigeunerbaron" zu setzen. So energisch wie die Einsätze war auch das Spiel von Margarita Lebedkina, die den Chor am Flügel begleitete und besonders mit raffiniertem Spiel bei Verdis "Zigeunerchor" aus dem "Troubadour" unterstützte. Zwischen den Liedern wurden die Anekdoten und Dialoge eingestreut, in denen über die Opernstars Callas, Melba, Caruso und Co. getratscht wurde.

Garstige Stimme

Optisch hätten die Szenen gerne noch weiter im Vordergrund stehen können, doch das machte die tolle Präsenz wieder wett: Diva Rabea Exner gab temperamentvoll "Habanera" aus Bizets "Carmen" und zeigte gekonnte Gestik und Mimik im scherzhaften Lied "Die billige Annette". Und sie spielte schön mit der Stimme, die anfangs glockenhell war und immer garstiger wurde. Das Publikum war begeistert.

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Autor
Karin von Cieminski
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    17. April 2008, 16:36 Uhr
    Aktualisiert:
    17. April 2008, 17:52 Uhr
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