EM 2020: Darum bewirbt sich Dortmund nicht als EM-Austragungsort

DORTMUND Die Hürden des europäischen Fußballverbandes Uefa waren einfach zu hoch. Gleich mehrere Gründe haben dazu geführt, dass sich Dortmund nicht als Gastgeber-Stadt für die Fußball-Europameisterschaft 2020 bewirbt - und München oder Berlin den Vortritt lässt.

  • Der Signal Iduna Park wird keine Spielstätte für die Fußball-EM 2020. Die Stadt verzichtet auf eine Bewerbung.

    Der Signal Iduna Park wird keine Spielstätte für die Fußball-EM 2020. Die Stadt verzichtet auf eine Bewerbung. Foto: Dieter Menne

Es wäre ja so schön gewesen, das WM-Sommermärchen von 2006 noch einmal aufleben zu lassen. Wenn im Jahr 2020 die Fußball-EM erstmals in verschiedenen Ländern ausgetragen wird, wäre Dortmund gern dabei gewesen.

Doch beim Blick auf die strengen Kriterien der Uefa beziehungsweise des für die Vorauswahl zuständigen Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die Austragungsstädte zur Euro 2020 entschied sich die Stadtspitze in der vergangenen Woche, zum Ablauf der Frist am 31. Mai erst gar keine Bewerbung einzureichen.

Stadion zu klein

Abgesehen davon, dass Berlin und München starke Konkurrenten um den einzigen deutschen EM-Schauplatz sind, gab es gleich mehrere kaum überwindbare Hürden für eine Bewerbung. So forderte der DFB für das Stadion eine Kapazität von mindestens 70 000 Sitzplätzen.

„Der Signal Iduna Park verfügt bei internationalen Spielen aber nur über eine Kapazität von knapp 66 000 Sitzplätzen“, erläuterte Stadtsprecherin Dagmar Papajewski. 
    
Kaum zu erfüllen sein dürfte auch die Forderung der Uefa, für die vier Spieltage das Nachtflugverbot des Flughafens aufzuheben.

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Auch der Nachweis von 25 000 Gästebetten – davon alleine rund 18 000 in der Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie – stellt selbst im Verbund mit Nachbarstädten eine zu hohe Hürde dar.

Trotzdem Fest für Fans

„Wir hätten die Euro 2020 mit großer Freude ausgerichtet, weil der Signal Iduna Park unserer Fußball-Nationalmannschaft bis auf ein Mal immer Glück gebracht hat. Und nicht nur bei der Fußball-WM 2006 haben wir bewiesen, dass wir hervorragend große Sportfeste feiern können“, stellte Oberbürgermeister Ullrich Sierau fest.

Er verspricht aber, dass Fußball-Fans zur EM 2020 in Dortmund trotzdem auf ihre Kosten kommen können. Und vielleicht lockt ja auch das Fußball-Museum einige internationale Fußball-Fans auf dem Weg nach Berlin oder München in unsere Stadt.

 
6800 Hotelbetten in Dortmund
 
  • Über die Zahl der Sterne eines Hotels entscheidet die „Deutsche Hotelklassifizierung“, eine Organisation mehrer Hotel- und Gaststättenverbände in Deutschland.
  • Rund 6800 Hotelbetten gibt es in Dortmund. Hinzu kommen Hostels, eine Jugendherberge, ein Campingplatz und Angebote privater Vermieter.



 
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