Hospital ist ein Geisterhaus

KIRCHÖRDE Vor zwei Jahren ist das Marienhospital von Kirchhörde nach Hombruch umgezogen. - Seit dem gammelt das Haus an der Klöcknerstraße in Kirchhörde vor sich hin, zieht die Graffiti-Szene an - und jetzt wohl auch Drogenabhängige.

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  • <p>Spritzen und Scherben sind für Kinder eine Gefahr.</p>

    <p>Spritzen und Scherben sind für Kinder eine Gefahr.</p>

  • <p>Die 10 und 11 Jahre alten Jungen haben die Spritzen am ehemaligen Hospital mit dem Handy fotografiert. RN-Fotos Gaß</p>

    <p>Die 10 und 11 Jahre alten Jungen haben die Spritzen am ehemaligen Hospital mit dem Handy fotografiert. RN-Fotos Gaß</p>

  • Verlassen und verkommen ist das ehemalige Marienhospital an der Klöcknerstraße in Kirchhörde.

    Verlassen und verkommen ist das ehemalige Marienhospital an der Klöcknerstraße in Kirchhörde. Foto Bauerfeld

Ruhig und gepflegt ist die Wohnsiedlung neben dem leer stehenden Haus. Die Fenster am Hospital sind zum Teil eingeschlagen, auf den Wegen liegen Scherben und Plastik-Wellpappe. Kein Zaun schützt die Kinder vor Gefahren und das Haus vor den in der Nachbarschaft ungeliebten Gästen. Als eine Anwohnerin am Dienstagnachmittag die Bilder sah, die ihr zehn Jahre alter Sohn und seine Freunde mit dem Handy fotografiert haben, war die Mutter geschockt: "Die Kinder haben Spritzen auf dem Grundstück gefunden und fotografiert. Am Sonntag war die Polizei auf dem Gelände. Das Haus ist ein Schandfleck und inzwischen gefährlich", ist die Kirchhörderin empört. Die Empörung teilt sie mit vielen Anwohnern.

Graffiti-Szene vor Ort

Das drei- bis viergeschossige Haus auf dem ca. 10-12 000 Quadratmeter großen Grundstück gehört dem Franziskanerorden "Kloster Helgoland" in Mayen in der Eifel. Er sucht einen Käufer für das Haus. Die Hausverwaltung Kissing in Hagen verwaltet das benachbarte Wohnheim für ausländische Studierende. "Wir beaufsichtigen auch das ehemalige Marienhospital. Unser Hauswart kümmert sich ordentlich um das Haus. Auch die Außenanlagen sind immer noch relativ gepflegt", so Friedrich Kissing.

Es sei normal, dass eine leer stehende Immobilie die Graffiti-Szene anlocke. "Im Volkswohlbund-Haus, das in der Innenstadt gerade entkernt wird, sitzen die Sprayer sogar in der 15. Etage. Trotz Wachdienst", sagt der Hausverwalter.

Es habe schon Interessenten für das Haus gegeben, aber eine Immobilie dieser Größe sei schwer zu verkaufen. "So ein Polizei-Einsatz wie am Sonntag ist etwas Alltägliches", meint Kissing. Das wollen die Anwohner so nicht länger hinnehmen. Gespräche mit Ordensschwester Ignazia in Mayen, mit der Immobilienverwaltung in Hagen und den örtlichen Politikern hätten zu keinem Ergebnis geführt, bedauern die Bürger. Auch Stadtrat Sierau und Oberbürgermeister Langemeyer hätten sie schon informiert - passiert ist nichts.

Wachdienst ist gefordert

"Die Situation ist unbefriedigend. So ein Haus bräuchte einen Wachdienst oder müsste zumindest eingezäunt werden. Wir werden den Vorfall mit den Spritzen jetzt zum Anlass nehmen, noch einmal mit dem Kloster Gespräche zu führen", versprach der Kirchhörder CDU-Ratsvertreter Matthias Ulrich.  

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Autor
Julia Gaß
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    23. Januar 2008, 17:31 Uhr
    Aktualisiert:
    23. Januar 2008, 17:47 Uhr