Nach Renovierung: Hotel "Ambiente" lockt mit ungewöhnlichem Innenleben

WAMBEL Nach fünfwöchiger Renovierung eröffnet das Hotel "Ambiente" in Wambel am Samstag neu. Die Besucher locken soll hochmoderne, zeitgemäße Optik. Das Konzept für die Inneneinrichtung ist durchaus ungewöhnlich. Wir haben uns dort umgesehen.

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  • Köchin Melissa Muttschall (21) kredenzt Frisches, Gesundes zum Sattwerden vor neuer Speisewagen-Optik.

    Köchin Melissa Muttschall (21) kredenzt Frisches, Gesundes zum Sattwerden vor neuer Speisewagen-Optik. Foto: Dan Laryea

  • Jens Hamburger (l.) und Louis Forte sitzen Probe am neuen Tresen unter Lampen aus Künstlerinnen-Hand.

    Jens Hamburger (l.) und Louis Forte sitzen Probe am neuen Tresen unter Lampen aus Künstlerinnen-Hand. Foto: Dan Laryea

Es gibt Gäste, die suchen die Decke. „Wird das noch zugemacht?“ Wird es nicht. Das Hotel Ambiente hat für sein neues Ambiente Profis ans Werk gelassen.

400.000 Euro wurden in die neue Optik von Lobby, Bar und Restaurant gesteckt, und der Blick in die Konstruktion ist gewollt: Angesagter Industrie-Chic trifft neue Farbigkeit, polierter Betonboden stößt an Stäbchenparkett und Kulissen-Tapete grenzt an Heraklith-Platte.

Gefühl für Gewürze

Das Restaurant „Mondavy“ war einmal, am Samstag eröffnet das „Tessins“ – erst nur für geladene Gäste, ab Montag für alle! Thomas Rödel, der frühere Küchenchef aus dem „Mondavy“, hat sein eigenes Restaurant eröffnet, „Rödels Kochlokal“ in Hörde. Im „Tessins“, Am Gottesacker 70, steht jetzt Louis Fortes am Herd.
 
Der 54-Jährige kochte 18 Jahre im früheren „Haus Mentler“ und zuletzt im ehemaligen „Kneis“ an der Olpe. Der Mann von den Kapverdischen Inseln mit dem Gefühl für Gewürze zelebriert auch Heimatliches auf der neuen Karte, wie die Caldo de Peixe, eine kreolische Fischsuppe mit Gemüse.
    
Unter den Vorspeisen kredenzt er Beef Tatar scharf, laut Speisekarte „für Mädels sanfter“. Da kennt sein Boss, Hotelchef Marc van der Gronden (40), aber die Dortmunderinnen nicht!
 
Lampen aus Strandgut
 
Scharf strahlt auch die neue Beleuchtung über dem Bartresen in Sperrholz-Optik. Die Inneneinrichter Ulrike Pappert und Dieter Waszkiewicz (Firma P & W) wurden für ihr gründliches Face-Lifting bei einer norddeutschen Künstlerin fündig. Sie sammelte Strandgut, formte es zu runden Lampenschirmen, färbte das Netzwerk bunt ein und hing Angelhaken daran.
 
Derart geködert schafft der Gast auch den Sprung hinunter ins tiefer liegende Restaurant. Zum Tête à Tête trifft man sich paarweise im Speisewagen der besonderen Art: Konstruiert, ähnlich wie ein Himmelbett, aus hellem Holz als intimer Sitzbereich für Zwei, die sich ungestört unterhalten wollen.

Alpines Hüttenflair

Schräg gegenüber findet der Besucher Reminiszenzen an alpines Hüttenflair. „Das ist unsere rustikale Heimatecke“, klärt Jens Hamburger auf. Der 38-Jährige führt gemeinsam mit Nicola von Tessin (40), Ehefrau des Hoteleigentümers van der Gronden, die Geschäfte. Daher auch der Name des Restaurants, „Tessins“.
 
Nach fünfwöchiger Renovierung startet das Team im 36-Zimmer-Hotel neu durch und hat dazu den idyllischen Biergarten gründlich „entlüftet“. Befreit von Unkraut, liegt der Garten nun da und wartet auf Freunde des Grillens.

Und zwar hinterm Hotel, das einst Offizierskasino der britischen Rheinarmee war. Vor zehn Jahren wurde es zum „Ambiente“.  
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Autor
Ulrike Böhm-Heffels
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    25. August 2012, 05:44 Uhr
    Aktualisiert:
    1. September 2012, 18:48 Uhr
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