PCB-Skandal: Entsorgung von Envio-Material soll endlich starten

DORTMUND Die Entsorgung von PCB-belastetem Material auf dem Envio-Gelände im Dortmunder Hafen kann wohl in Kürze beginnen. Insolvenzverwalter kündigte am Donnerstag an, kurzfristig das noch verwertbare Material zu vermarkten. Den Rest der Entsorgung zahlt wohl der Steuerzahler.

  • Hinter dieser Absperrung in der Halle 55 auf dem Envio-Gelände lagert das PCB-verseuchte Material.

    Hinter dieser Absperrung in der Halle 55 auf dem Envio-Gelände lagert das PCB-verseuchte Material. Foto: Oliver Schaper

Mit der Ankündgung des Insolvenzverwalters der Envio Recycling GmbH bahnt sich das Ende eines langen Tauziehens um die Sanierung des Envio-Geländes an. Auftrag des Insolvenzverwalters ist es, alle noch verwertbaren Materialien auf dem Firmengelände zu Geld zu machen.
    

Im November vergangenen Jahres hatte Thiele erklärt, dass er dafür Angebote eingeholt habe. 
Nach deren Auswertung steht jetzt fest, welche Teile des Materials, die in der Halle 55 des Envio-Geländes lagern,  verwertet werden können.

Aus der Verwertung seien für die Insolvenzmasse Überschüsse im sechsstelligen Bereich zu erwarten, teilte der Insolvenzverwalter mit. Es sei beabsichtigt, kurzfristig einen entsprechenden Auftrag  zur Verwertung und Entsorgung an einen Dienstleister zu vergeben. Dazu würden in den nächsten Tagen die abschließenden Verhandlungen eingeleitet. 

Bezirksregierung muss einspringen

Zerschlagen hat sich die Hoffnung auf eine Entsorgung des kompletten Envio-Materials in einem Zug. Das wäre nur möglich gewesen, wenn die zur weiter bestehenden Envio AG gehörende Grundstücksgesellschaft sich wie angekündigt an der Finanzierung beteiligt oder dafür einen Investor gefünden hätte. Weil auf die Ankündigung bis heute keine Konkretisierung erfolgt sei, habe man sich nun entschieden, eigenständig mit der Entsorgung zu beginnen, erklärte der Insolvenzverwalter.

Das bedeutet, dass die Bezirksregierung einspringen und die Entsorgung des nicht verwertbaren Materials in Auftrag geben muss. Weil dazu eine europaweite Ausschreibung möglich ist, ist wieder mit entsprechendem Zeitverzug zu rechnen. 


 

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