Rheinische Straße: Positive Halbzeit-Bilanz zu Stadterneuerungs-Programm

DORTMUND Grüner, kreativer und lebenswerter soll es rund um die Rheinische Straße werden. Auf dem Weg dahin ist das Quartier, das nun offiziell als Union-Viertel firmiert, schon gut voran gekommen.

  • Vor allem westlich der Dorstfelder Brücke herrscht oft noch Tristesse an der Rheinischen Straße.

    Vor allem westlich der Dorstfelder Brücke herrscht oft noch Tristesse an der Rheinischen Straße. Foto: Dieter Menne

Auf zehn Jahre ist das seit 2008 laufende Stadtumbau-Programm Rheinische Straße angelegt – zur Jahreswende können die Planer der Dortmunder Stadterneuerung also Halbzeit-Bilanz ziehen. Und die fällt überwiegend positiv aus. „Wir sind auf einem guten Weg“, stellt Susanne Linnebach, Leiterin der Stadterneuerung im städtischen Planungsamt fest.
 
Vor allem die Hoffnung, Kreative ins Viertel zu locken, scheint sich zu erfüllen. Wo früher Leerstände gähnten oder Friseure ihre Scheren wetzten, arbeiten jetzt junge Künstler und stellen ihre Arbeiten aus. Die Nachfrage von Existenzgründern aus dem Kreativbereich ist deutlich höher als erwartet, freut sich Linnebach. Und die Nachfrage nach bezahlbaren Räumen übersteigt das Angebot.
 
U-Turm mit Symbolkraft
 
Die Anziehungskraft ist wohl nicht allein vom U-Turm als Kunst- und Kreativzentrum abhängig. Der U-Turm habe aber eine hohe Symbolkraft für das Quartier, wirke positiv auf die Außendarstellung, gebe zusätzliche Impulse für die Kreativszene und wirke imagebildend für das Quartier, stellen die Stadtplaner in ihrer Halbzeit-Bilanz fest.
 
    
Auf fruchtbaren Boden fallen offenbar auch die Bemühungen, das Wohnen im Union-Viertel attraktiver zu machen. „Es ziehen wieder vermehrt Studierende in das Quartier“, merken die Planer an. Viele Eigentümer engagieren sich, nehmen Beratungsangebote an und sanieren ihre Häuser. Problemkind bleibt allerdings das Quartier westlich der Dorstfelder Brücke, um das sich die Stadterneuerer in den nächsten Jahren verstärkt kümmern wollen.

Für das gesamte Viertel soll ein „Beratungs-Netzwerk für Immobilieneigentümer“ geschaffen werden, das auch über die bis 2018 befristete Projektzeit hinaus Bestand haben soll. Ein Aspekt ist dabei auch das Thema „Älter werden im Quartier“ mit dem seniorengerechten Umbau von Wohnungen, erklärt Susanne Linnebach.
 
„Pantoffelgrün“
 
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verschönerung des Quartiers mit Grünflächen – dem so genannten „Pantoffelgrün“. Das kann von der Umgestaltung von Innenhöfen bis zur Aufwertung schon vorhandener kleiner Grünflächen reichen. Die Planer wollen dazu die ursprünglichen Projekt-Ideen „Miniparks“ und „Erlebnispfad zur Emscher“ zusammenfassen.
 
Mit im Blick hat man dabei vor allem die Bedürfnisse Jugendlicher. Für sie fehlt es noch an Angeboten und Treffpunkten im Quartier, lautet eine Erkenntnis aus der ersten Halbzeit des Projekts. Zwei Diplomarbeiten widmen sich aktuell den Bedürfnissen der Jugendlichen im Viertel. Ihre Erkenntnisse könnten dann mit Hilfe der öffentlichen Fördermittel in die Tat umgesetzt werden. Ganz kreativ. 

Millionen Förderung: 

  • Für das Jahr 2013 hat die Bezirksregierung bereits Fördermittel über 816 000 Euro für das Stadtumbau-Projekt Rheinische Straße bewilligt. Unter den alten Titeln „Miniparks“ und „Erlebnispfad zur Emscher“ sind 656 000 Euro an Fördermitteln gebucht, die für die Flächenaufwertung im Viertel verwendet werden sollen. Inklusive des städtischen Eigenanteils steht dafür dann eine Gesamtsumme von 820 000 Euro zur Verfügung.
  • Für ein Beratungs-Netzwerk für Immobilien-Eigentümer fließen 160 000 Euro Fördermittel. Der Gesamtetat für dieses Projekt beträgt 200 000 Euro.
  • Seit 2007 wurden damit insgesamt 8,6 Millionen Euro Fördermittel bewilligt. 12,25 Millionen sollen es bis 2018 werden. Die Gesamtkosten des Projekts summieren sich damit auf 15,34 Mio. Euro.

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Autor
Oliver Volmerich
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    18. Dezember 2012, 18:29 Uhr
    Aktualisiert:
    19. Dezember 2012, 11:24 Uhr
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