Umweltzone Dortmund: Schärfere Regeln: Mit welcher Plakette Sie jetzt noch fahren dürfen

DORTMUND Ab heute gelten härtere Regeln für die Umweltzone. Etwa 10.000 Autofahrer sind davon betroffen - und die nächste Verschärfung ist schon geplant. Das müssen Sie jetzt wissen.

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  • Am 10. Oktober hatten Polizei und Ordnungsamt in einer gemeinsamen Aktion die Autos auf der Brackeler Straße kontrolliert. Innerhalb von zwei Stunden gingen den Ordnungskräften etwa 50 Umweltsünder ins Netz.

    Am 10. Oktober hatten Polizei und Ordnungsamt in einer gemeinsamen Aktion die Autos auf der Brackeler Straße kontrolliert. Innerhalb von zwei Stunden gingen den Ordnungskräften etwa 50 Umweltsünder ins Netz. Foto: Bock/newspic.de

  • Die Regeln für die Umweltzone in Dortmund werden strenger!

    Die Regeln für die Umweltzone in Dortmund werden strenger! Foto: Bock/newspic.de

Zum 1. Januar 2013 gelten neue Regeln in der Dortmunder Umweltzone – und darüber hinaus im gesamten Ruhrgebiet. Dann haben in der ausgeschilderten Zone nur noch Autos mit gelber und grüner Plakette freie Fahrt. Wir haben dazu die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Warum wird die Plaketten-Regelung verschärft?
Die Neuregelung zum 1. Januar 2013 ist Bestandteil des im Oktober 2011 in Kraft getretenen Luftreinhalte-Plans im Kampf gegen Feinstaub und Stickstoffdioxid. Damals wurde festgelegt, dass die Vorschriften für die Feinstaub-Plaketten nach und nach verschärft werden. Konkret heißt das: In dem Gebiet der Umweltzone Ruhrgebiet dürfen nur Fahrzeuge mit gelber oder grüner Plakette fahren. Wer eine rote Plakette an der Windschutzscheibe hat, kann damit im Stadtzentrum nicht mehr fahren.
 
Gibt es weitere Verschärfungen?
Ja. Die nächste Verschärfungs-Stufe wird dann in der gesamten Umweltzone zum 1. Juli 2014 geschaltet. Danach haben nur noch Autos mit grüner Plakette freie Fahrt.
 
Wie viele Autos sind betroffen?
In Dortmund gibt es noch rund 10 000 Kraftfahrzeuge mit roter (oder gar ohne) Schadstoff-Plakette. Von den 4051 Fahrzeugen mit roter Plakette, die von der aktuellen Verschärfung betroffen sind, sind 2708 PKW, der Rest LKW, Busse oder Zugmaschinen.
 
Wie ist die Umweltzone in Dortmund begrenzt?
Im Süden bildet die Straße An der Goymark, Zillestraße und Großholthauser Straße die südliche Grenze (sie dürfen noch befahren werden). Dann folgt die Begrenzung der A45 bis zur Universitätsstraße am Südrand von Oespel.
Im Westen schließt die Dortmunder Umweltzone nahtlos an die Bochumer an.
Im Norden bildet der Rahmer Wald die Grenze. Unterhalb von Niedernette geht es hoch bis zur Ellinghauser Straße und über den Ortsrand von Lindenhorst/Eving bis zur Kemminghauser Straße, die bereits Bestandteil der Umweltzone ist. Im Osten ist die B 236 n die Grenze.
 
An der Brackeler Straße wurden die Grenzwerte für Feinstaub im Jahr 2012 an 39 Tagen überschritten, wie aus den vorläufigen Daten des Landesamtes für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (Lanuv) hervorgeht. Das sind vier Tage mehr als von der EU geduldet werden. Im vergangenen Jahr wurden die Grenzwerte allerdings noch an 53 Tagen überschritten. An der Messstation Steinstraße wurden 22 Überschreitungstage registriert. Die EU-Vorgabe wurde 2012 also eingehalten.
Gibt es Ausnahmeregelungen?
Ja. Räumlich bleiben weiter der Hafen und die Westfalenhütte, die als Gewerbe- und Industriegebiete einen Sonderstatus genießen, ohne Einschränkungen erreichbar. Das gilt auch für die Zufahrt zum Hafen über die Schnellstraße OW III a (Hafenbrücke) und Fürst-Hardenberg-Allee/Lindenhorster Straße.
Weiter gültig bleibt der Großteil der Ausnahmeregelungen etwa für Krankenwagen oder Autos von Schwerbehinderten. Außerdem können – gegen saftige Gebühr – Befreiungen beantragt werden, wenn etwa die Neuanschaffung eines schadstoffarmen Autos wirtschaftlich nicht zumutbar ist. Eine Sonder-Regelung gilt für Bus- oder LKW-Fuhrparks.
 
Was braucht man für eine Ausnahmegenehmigung?
Privatleute müssen nachweisen, dass das Fahrzeug schon vor dem 1.1.2008 auf den Halter zugelassen war. Sie brauchen außerdem eine TÜV- oder Dekra-Bescheinigung, dass das Fahrzeug nicht mehr umgerüstet werden kann und eine Verdienstbescheinigung oder einen Rentenbescheid wegen der Einkommensgrenzen. Wer einen speziellen Fahrzweck als Ausnahmegrund angibt – etwa für Berufspendler, Arztbesuche oder Schwerbehinderung (mindestens Stufe „G“), muss einen entsprechenden schriftlichen Nachweis vorlegen.
    
Wie häufig werden Ausnahmegenehmigungen erteilt?
Bis zur Weihnachtspause wollten an jedem Tag bis zu 30 Fahrzeughalter bei den Bürgerdiensten der Stadt Ausnahmegenehmigungen beantragen. Gut 80 Prozent der Anträge wurden abgelehnt, weil Fahrzeug oder Halter nicht die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Bis Weihnachten wurden insgesamt nur 42 Ausnahmegenehmigungen erteilt, etwa 80 weitere sind in Arbeit und werden in 2013 erteilt.
 
Was passiert, wenn man ohne gelbe oder grüne Plakette in der Umweltzone erwischt wird?
Bei Verstößen gegen die Umweltzonen-Regelung droht ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro – verbunden mit einem Punkt im Verkehrssünder-Register in Flensburg.

 
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Autor
Oliver Volmerich
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    1. Januar 2013, 06:12 Uhr
    Aktualisiert:
    8. Januar 2013, 16:35 Uhr
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