Stadtbahn: CDU will Stationen nach Theatern und Museen benennen

DORTMUND Als Autofahrer weiß man meist, wo man in Sachen Kultur hin muss. Da gibt es die Tiefgarage „Stadttheater“ oder „Konzerthaus“. Die CDU im Rat will jetzt auch Bahnfahrern kulturell auf die Sprünge helfen und schlägt eine Doppelbenennung von Stadtbahn-Stationen vor. Doch das könnte teuer werden.

  • Vorn die Haltestelle Westentor, die auf Wunsch der CDU bald "Westentor am U" heißen könnte, hinten der U-Turm.

    Vorn die Haltestelle Westentor, die auf Wunsch der CDU bald "Westentor am U" heißen könnte, hinten der U-Turm. Foto: Tilman Abegg

Nach Willen der CDU-Ratsfraktion soll das Dortmunder Bus- und-Bahn-Netz bessere Hinweise auf das kulturelle Angebot der Stadt liefern. „Fährt man mit der U-Bahn durch die Stadt, gibt es bisher keinerlei Hinweise auf Theater, Museen oder sogar das Dortmunder U. Das wollen wir geändert haben“, begründet Thomas Pisula, planungspolitischer Sprecher der Fraktion, die Initiative.

Doppelnamen für Haltestellen?

Die CDU schlägt dazu einfache Namensergänzungen vor. So könnte die Haltestelle „Stadtgarten“ künftig „Stadtgarten/Theater“, die Haltestelle „Westentor“ „Westentor/Dortmunder U“ heißen. Und am Fredenbaum soll auf das Naturkundemuseum hingewiesen werden.
    
Pisula verweist dazu auf das Vorbild in Essen, wo die U-Bahn-Station „Saalbau“ seit der Eröffnung des dortigen Konzerthauses „Philharmonie/Saalbau“ heißt. Technik-Umrüstung Bei den Stadtwerken (DSW21) als Betreiber von Bus und Bahn in Dortmund sieht man den Vorstoß allerdings skeptisch.

Stadtwerke: Das wird teuer

Eine Umbenennung von Stadtbahn-Haltestellen sei mit hohem technischen Aufwand verbunden, gibt DSW-Sprecher Wolfgang Herbrand zu bedenken. Denn neben der Beschilderung an den Stationen müsste auch die Signaltechnik und die digitale Haltestellen-Anzeige in den Stadtbahn-Wagen angepasst werden.

Allein für die Stadtbahn-Station Stadtgarten falle so ein sechsstelliger Betrag an, erklärt Herbrand. Gleichwohl wolle man den Vorschlag prüfen, wenn er an DSW herangetragen werde. Vielleicht geht es ja dann auch etwas einfacher und preiswerter. Falls es mit Umbenennungen von Haltestellen nicht klappt, kann sich die CDU-Fraktion auch Lautsprecher-Durchsagen in den U-Bahnen mit Hinweis auf kulturelle Ziele vorstellen. So könnte es an der Station Kampstraße heißen: „Von hier aus erreichen Sie das Konzerthaus.“

Haltestellen mit Sponsorennamen
Einfacher als bei U-Bahn-Stationen sind Umbenennungen bei Bus-Haltestellen – erst recht, wenn sich ein Sponsor findet, der die Kosten trägt. So gibt es in Oespel etwa die Bus-Haltestelle Ikea. Tief in die Tasche greifen musste auch der Versicherungskonzern Signal Iduna für die Umbenennung des alten DB-Halts Westfalenhalle in Signal Iduna Park. Die Bahn taufte den Bahnhof 2006 um.
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Autor
Oliver Volmerich
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  • Erstellt:
    5. Februar 2013, 16:42 Uhr
    Aktualisiert:
    18. Dezember 2013, 11:32 Uhr
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