Samstags-Demos in Huckarde: Widerstand gegen "Die Rechte" wächst von Woche zu Woche

HUCKARDE Die Botschaft der Huckarder Bürger an die Partei "Die Rechte" ist deutlich: "In unserem Ort gibt es keinen Platz für Nazis." Der Widerstand im Stadtteil gegen die Partei wächst von Woche zu Woche.

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  • Gehen beim Widerstand gegen Rechts vorne weg: Ratsfrau Ulla Hawighorst (Grüne Foto l.) und Bezirksbürgermeister Harald Hudy (SPD, r.).

    Gehen beim Widerstand gegen Rechts vorne weg: Ratsfrau Ulla Hawighorst (Grüne Foto l.) und Bezirksbürgermeister Harald Hudy (SPD, r.). Foto: Stephan Schütze

  • 15.12.2012 Dortmund Huckarde - Demo gegen Rechts am Marktplatz Huckarde  
Copyright Stephan Schuetze

    15.12.2012 Dortmund Huckarde - Demo gegen Rechts am Marktplatz Huckarde Copyright Stephan Schuetze

  • Inzwischen kommen zu den samstäglichen Demonstrationen in Huckarde mehrere Hundert Menschen.

    Inzwischen kommen zu den samstäglichen Demonstrationen in Huckarde mehrere Hundert Menschen. Foto: Stephan Schütze

Das bestätigte sich beim Gespräch mit Ratsfrau Ulla Hawighorst, die sich gemeinsam mit zahlreichen anderen Privatpersonen seit rund zwei Jahren im „Huckarder Bündnis gegen Rechts“ engagiert.
 
Das Bündnis reagierte dann auch umgehend als Anfang November bekannt wurde, dass die neu gegründete Partei „Die Rechte“ an der Huckarder Straße ein Parteibüro eröffnen will. Schon wenige Tage später traf sich der innere Zirkel der Gruppe, um sich über Gegenmaßnahmen zu beraten.
 
Gefahr unterschätzt
 
Man einigte sich darauf, zu einem „Flash-Mob“ aufzurufen. Aus dieser ersten spontanen, nicht genehmigten Missfallensbekundung entwickelte sich anschließend eine regelmäßige, inzwischen auch von den Behörden abgesegnete, Demonstration. „Dazu kommen mittlerweile jeden Samstag mehr als 300 Menschen“, ist Ulla Hawighorst begeistert.
    
Deutliche Zeichen zu setzen sei umso wichtiger, als das man die Gefahr von Rechts in jüngerer Vergangenheit offenbar unterschätzt habe. „Nachdem die ’Kameradschaft Nationaler Widerstand Dortmund‘ erst im August aufgelöst wurde, hätten wir nicht erwartet, dass so schnell eine neue rechte Zelle entsteht.“ Doch der wolle man „möglichst viele Knüppel“ zwischen die Beine werfen, beim Bestreben ihr Büro in Huckarde zu eröffnen.

Zermürbetaktik

„Wir haben schon das Bauordnungsamt darauf aufmerksam gemacht, dass in den Büro-Räumen tragende Wände entfernt wurden. Eine Überprüfung läuft“. Außerdem wolle man beleuchten lassen, ob die Nutzungsänderung überhaupt zulässig sei. „Denn wenn es sich um eine Landesparteizentrale handelt, wären Parkplätze sowie ein Brandschutzgutachten vorgeschrieben.“

Durch diese Zermürbetaktik hoffe man im Optimalfall die Rechten aus dem Ort zu vertreiben. Das Problem gelöst wäre damit allerdings nicht: „Dann werden sie woanders hingehen“, ist sich Hawighorst sicher.
 
Des Problems Lösung sei sicher eine andere: „Aufklärung“ heiße die einzige wirkungsvolle Waffe, um rechten Gedankengut entgegenzuwirken. Daher geht ihr Appell an die ganze Gesellschaft, sich daran zu beteiligen. So wie in Huckarde Woche für Woche. Mit unseren Demonstrationen wollen wir deutlich zeigen, wofür unser Stadtteil steht: „Nämlich für Vielfalt, Friedfertigkeit und Zusammenhalt.“ 
 
Weitere Aktionen
Noch bis zum Jahresende treffen sich die Demonstranten samstags um 11 Uhr auf dem Huckarder Marktplatz an der Rahmer Straße. Gemeinsam mit dem geplanten „Runden Tisch gegen Rechts“will das Bündnis im kommenden Jahr den Druck auf die Nazis weiter erhöhen.
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Autor
Nils Heimann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    21. Dezember 2012, 06:01 Uhr
    Aktualisiert:
    28. Dezember 2012, 18:03 Uhr