Tötungsdelikt: Erschossener Gastronom: Suche nach dem Täter

HALTERN Nach der regelrechten Hinrichtung des Halterner Gastronoms und Hotelinhabers Klaus Kandaouroff läuft die Suche nach dem Täter auf Hochtouren. Der 80-Jährige war in der Nacht zu Sonntag vor seiner Villa in Datteln erschossen worden.

  • Klaus Kandaouroff wurde am Samstag, 29. Mai, vor seiner Villa in Datteln erschossen.

    Klaus Kandaouroff wurde am Samstag, 29. Mai, vor seiner Villa in Datteln erschossen. Foto: Wolfgang Sadowski

Am Samstagabend lauerten Unbekannte dem 80-jährigen Gastronomen vor seinem Anwesen in Datteln-Klostern auf. Als dieser gegen 22.30 Uhr nach Hause kam, töteten sie ihn nach dem Verlassen seines Wagens. Die alarmierte Polizei leitete eine umfangreiche Fahndung mit Hubschrauber und Hundestaffel ein, allerdings ohne Erfolg. Auch die Hintergründe zur Tat sind völlig unklar.
 
Polizei hält sich bedeckt

Dieter Justinky von der Staatsanwaltschaft Bochum und eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Recklinghausen unter Leitung von Achim Finkeldey nahmen die Ermittlungen auf. Aus kriminaltaktischen Gründen machten sie gestern keine weiteren Angaben zur Tat. Sie begannen mit Vernehmungen von Personen aus dem persönlichen Umfeld des Gastronomen und leiteten kriminaltechnische Untersuchungen ein. Eine am Haus installierte Videokamera soll angeblich zwei Personen aufgenommen haben. Die Tatumstände erinnern an eine Hinrichtung.

Polizeisprecher Andreas Weber bestätigte, dass das Tötungsdelikt in Datteln viele Spekulationen ausgelöst habe, die Polizei sich aber allein auf die Fakten konzentriere. Sie sucht dringend Zeugen. Klaus Kandaouroff gehörten ein Eier-, Wild- und Geflügelgroßhandel in Datteln sowie mehrere Gaststätten. Den Seehof in Haltern kaufte er 1997 und baute ihn zu einem Komfort-Hotel mit 116 Zimmern aus. Dieses Hotel leitete er mit einer Tochter, bis zuletzt war er täglich dort anzutreffen.

Seine Verbundenheit zu Haltern drückte er durch engagiertes Sponsoring aus. Unter anderem förderte er intensiv den heimischen Frauenfußball.

Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 02361/553110. 
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