Santiago de Compostela: 67-jähriger Halterner bewältigte den Jakobsweg zu Fuß

HALTERN Einer der berühmtesten Pilgerwege der zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela führt, ist der Camino de Santiago oder zu Deutsch auch Jakobsweg genannt. Einer, der sich auch auf diesen oftmals beschwerlichen Weg machte, ist der Halterner Hans-Josef Brockmann.

  • Hans-Josef Brockmann aus Haltern ist die 760 Kilometer von Pamplona nach Santiago de Compostela gewandert.

    Hans-Josef Brockmann aus Haltern ist die 760 Kilometer von Pamplona nach Santiago de Compostela gewandert. Foto: Holger Steffe

Es gibt mehrere Routen, um den Jakobsweg zu bezwingen, dabei ist der Camino Francés der wohl bekannteste und am meist genutzte. Besonders bekannt gemacht hat ihn der in Recklinghausen aufgewachsene Komiker Hape Kerkeling durch sein Buch – Ich bin dann mal weg.

Mit etwa 300 Pilgern startete der 67-jährige Halterner in Pamplona am 28. April. Allein und ohne Fremdsprachenkenntnis hat er die 750 Kilometer nach Santiago de Compostela in vier Wochen bewältigt.
„Ich bin nur gewandert und nicht wie Hape Kerkeling teilweise mit dem Taxi unterwegs gewesen“, zeigt er stolz seine bunten Pilgerstempel und die Urkunde. Weder schlechtes Wetter, schmerzende Füße, noch die allmorgendliche Frage nach dem „Warum mache ich das bloß?“ habe ihn aufhalten können.

Die wunderschöne Landschaft habe ihn innere Grenzen überwinden lassen. „Wir haben an einem Abend mit elf Personen aus sechs Nationen um einen Tisch gesessen und die Verständigung klappte mit Händen und Füßen bestens“, hat Brockmann mit anderen Pilgern gute Erfahrung gemacht. In seinem privaten Tagebuch hat Brockmann seine Eindrücke festgehalten. Es sei wirklich sehr persönlich und werde sicher nirgendwo veröffentlicht, meint der Pilger. Dennoch habe ihm das Notieren der Begegnungen viel gebracht.

Treffen mit Holger aus Sythen

Eine ist ihm besonders in Erinnerung geblieben. Das Treffen mit dem Zweimetermann Holger aus Sythen, der nur einen Schritt machte, während er selbst zwei brauchte.

„Das war zufällig einer aus der Heimat, mit dem ich mehr als einen Tag gegangen bin und mich unterhalten“, berichtet Brockmann, dass er schon wieder zu Hause sei, Holger, dessen Nachnahme er vergessen habe, sei aber noch in Spanien.
Für ihn bleibt der Jakobsweg eine einmalige Erfahrung und lebt in Bildern, Erinnerungen und seinem Tagebuch weiter. 
Interessant, was Sie hier lesen? Neues aus Haltern gibt's auch als Mail

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter und verpassen Sie nichts aus Haltern. Hier anmelden und Newsletter auswählen!

KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Abonummer

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 8 x 1?