Weltumradler in Berlin: Großerichter nach Riesen-Endspurt am Ziel angekommen

HERBERN / BERLIN Der Weltumradler aus Herbern ist am Ziel: Thomas Großerichter hat am Silvester-Vormittag das Brandenburger Tor in Berlin erreicht. Nach einem Wahnsinns-Endspurt, der in seinem Heimatdorf Herbern begann.

  • Das Ziel ist erreicht: Nach 105 Tagen ist Extremsportler Thomas Großerichter (Mitte) wieder dort, wo zu einem Weltumrundungsversuch mit dem Fahrrad gestartet war. Seine Begleiter Robert Cramer (l.) und Pedro Carvalho stützten den Herberner - denn die letzte Nacht vor der Ankunft am Silverstermorgen fuhr Großerichter durch.

    Das Ziel ist erreicht: Nach 105 Tagen ist Extremsportler Thomas Großerichter (Mitte) wieder dort, wo zu einem Weltumrundungsversuch mit dem Fahrrad gestartet war. Seine Begleiter Robert Cramer (l.) und Pedro Carvalho stützten den Herberner - denn die letzte Nacht vor der Ankunft am Silverstermorgen fuhr Großerichter durch. Foto: Cycling the World

Großerichters Crew schickte am Silvestervormittag gegen 11 Uhr das Foto, auf das viele Menschen in Herbern, aber auch in der ganzen Region gewartet hatten: Der Radfahrer aus dem kleinen Ortsteil Aschebergs am Brandenburger Tor in Berlin, am Ziel seiner langen Reise mit dem Fahrrad rund um die Welt.

105 Tage, 1 Stunde und 44 Minuten dauerte laut Auskunft des Tour-Begleiters Robert Cramer die Radfahrt von Berlin aus über die Ukraine nach Asien, durch Thailand und an der Südküste Australiens entlang nach Neuseeland; dann folgte die Amerika-Etappe, die in Nordamerika begann und dann durch Mexiko und die mittelamerikanischen Staaten nach Südamerika führte, in Argentinien endete und Großerichter dann zurück nach Europa führte. Nach seiner Landung in Portugal kurz vor Weihnachten radelte er dann in atemberaubenden Tempo und vom Rückenwind getragen Ende Dezember in Aachen nach Deutschland ein.

Letzte Etappe führte ihn durch seine Heimat

Seine letzte Etappe, die eigentlich die vorletzte sein sollte, führte ihn dann durch seinen Heimatort Herbern, wo Großerichter am Sonntag (30. Dezember) am elterlichen Hof an der Werner Straße vom Rad stieg. Einige Radsportfreunde aus der Heimat hatten ihn, der sonst immer allein auf dem Fahrrad saß und nur von einem Auto mit den beiden Begleitern verfolgt wurde, von Borken aus bis dahin auf dem Rennrad begleitet.    

In Herbern erwartete den 27-jährigen Großerichter ein großer Medien-Auflauf. Neben unserem Medienhaus, das ihn intensiv begleitete und sogar zweimal zu einer Internet-Liveschalte traf, waren Fernsehstationen und Radiosender sowie andere Tageszeitungen vor Ort. Am Nachmittag fuhr Großerichter nach diversen Interviews weiter - und stieg erst in Berlin wieder vom Rad.

Wahnsinniger Schlussspurt mit mehr als 600 km

In einem wahnsinnigen Schlussspurt fuhr er - abgesehen von den kurzen Pausen in Herbern - ohne Übernachtung an einem Stück nach Berlin durch. Mehr als 600 Kilometer. Gegen 11 Uhr stieg er am Brandenburger Tor ab und ließ sich von seinen Begleitern fürs Schlussfoto stützen: Thomas Großerichter hat die Welt auf dem Rad umrundet.
    
"Wir sind Rekord", jubelte er mit seinem Team aus Berlin. Das war das Ziel: Die schnellste Weltumradelung aller Zeiten zu meistern und ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Ob er dieses Ziel erreicht hat, muss dort nun erst von Experten der Redaktion geprüft werden. Dass Großerichter eine Wahnsinns-Leistung vollbracht hat, ganz gleich ob mit oder ohne Rekord, ist allen klar - auch den Kommentatoren auf der Facebook-Seite. Über 100 Menschen gratulierten ihm binnen einer Stunde via "Like-Button" mit einem "Gefällt mir".  "So sehen Sieger aus" oder "Herzlichen Glückwunsch!!!" waren die ersten Kommentare auf der Seite zum Weltrekordversuch.

Die letzten Hürden am Brandenburger Tor

Die letzten Meter musste Großerichter übrigens zu Fuß zurücklegen. Die Straße am Brandenburger Tor ist wegen der zentralen Silvesterfeier in der Hauptstadt am Abend schon gesperrt gewesen. Großerichter musste aber hindurch, um die Weltumrundung perfekt zu machen.    
    



 
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Autor
Tobias Weckenbrock
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    31. Dezember 2012, 12:13 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Dezember 2012, 12:28 Uhr