Zweistellige Millionensumme: Movie Park will eine neue Achterbahn

FELDHAUSEN Der Movie Park möchte eine neue Attraktion: Mit einer rund 45 Meter hohen Achterbahn direkt am Eingang will man die Konkurrenz in Schach halten. Kosten: Eine zweistellige Millionensumme. Am 31. Mai entscheidet der Stadtplanungsausschuss über eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans.

  • Wouter Dekkers.

    Wouter Dekkers. Foto: Fehmer

Eine neue Achterbahn für eine zweistellige Millionensumme plant der Movie Park in Feldhausen. Am Donnerstag, 31. Mai, werden die Pläne dem Bottroper Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Dieser muss über das Vorhaben entscheiden, weil dafür eine Änderung des geltenden Bebauungsplans nötig ist.

Alle Bauten über 18 Metern Höhe erfordern im Park eine zusätzliche Genehmigung – für die neue Achterbahn direkt hinter dem Eingangsbereich des Parks möchte man eine Erlaubnis für 60 Meter Höhe. Das entspricht der Höhe des Free-Fall-Towers. Ganz so hoch werde die neue Achterbahn allerdings nicht, verspricht Park-Chef Wouter Dekkers. Er geht von rund 45 Metern aus: „Wir wollten aber nicht eine neue Genehmigung einholen müssen, wenn es dann am Ende 46 oder 48 Meter sind.“

Benötigt werde die neue Attraktion, um sich gegenüber der Konkurrenz besser aufzustellen, so Dekkers. 2001 wurde die letzte große Achterbahn im Movie Park eröffnet, seitdem haben etwa der Freizeitpark Efteling, und vor allem auch der Heidepark kräftig aufgerüstet. Bei einer Umfrage unter den eigenen Besuchern gaben im Movie Park nur 65 Prozent an, dass der Movie Park eine einzigartige Attraktion zu bieten habe. 40 Prozent wünschten sich ein Fahrgeschäft mit „Thrill“-Faktor, also etwas Aufregendes.

    
Dieser Wunsch soll laut Dekkers am 1. April 2014 in Erfüllung gehen. Als „Eye Catcher“ soll sich die neue Achterbahn direkt hinter dem Eingang vor dem Besucher auftürmen, auf einer Fläche von 100 mal 75 Metern. Wie genau die Bahn aussehen wird, dazu gebe es erste Ideen, so Dekkers.

Etwa, dass die Waggons durch ein Katapult nach oben geschossen werden und ein bestehendes Gebäude als „Bahnhof“ genutzt werden kann. Die Simulation einer Firma führte er in einem Vorgespräch einigen Journalisten als Video vor. Doch die genaue Ausgestaltung bleibe der endgültigen Planung überlassen, so Dekkers.

Dann wird auch die Lärmfrage zu klären sein. Denn ein neues Fahrgeschäft bringt eine weitere Lärmquelle in den Park, der in den vergangenen Jahren bereits einige Gerichtsprozesse führen musste. Die Technik der Achterbahnen sei mittlerweile so weit, dass der Geräuschpegel zu vernachlässigen sei, so Dekkers. Was bleibt und sich der technischen Lösung verweigert, ist das Gekreische der Fahrgäste. Mit dem TÜV Nord werde man zusammenarbeiten und sich selbstverständlich an das bestehende Lärmkataster für den Park halten, kündigte Dekkers an.

Im Winter 2012/2013 wolle man auch diesbezüglich die Stunt Show überarbeiten. Bei der Planung sei diese seinerzeit an den ungünstigsten Punkt im Park gelegt worden, gab Dekkers zu. Die Planer hätten damals nur mit einem Bottroper Plan gearbeitet, ohne die drei naheliegenden Häuser auf Gladbecker Stadtgebiet zu berücksichtigen.

Mit einer Erhöhung der Fassade um zwei bis drei Meter, einem Tribünen-Überhang und verbesserter Lautsprecher-Technik hofft Dekkers eine Verbesserung der Situation für die Anwohner bewirken zu können. Denn letztlich zähle die Gesamtmenge an Lärm, die aus dem Park dringe. „Es gibt Spielregeln für den Park, und daran werden wir uns halten.“

2012: Erteilung der Baugenehmigung. Angebote von Herstellern werden eingeholt.
› 2013: Januar bis Juni: Bau der Achterbahn beim Hersteller
ab März: Baubeginn im Park (Fundamente)
Juli bis November: Aufbau der Achterbahn im Park
› März 2014: Testphase, Gestaltung und Thematisierung der Bahn, Schulung der Mitarbeiter; April: Eröffnung.
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Autor
Berthold Fehmer
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    25. Mai 2012, 15:12 Uhr
    Aktualisiert:
    29. Mai 2012, 15:44 Uhr
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