Allwetterzoo Münster: Elefanten beziehen ihr Wohn- und Badeparadies

MÜNSTER Mehr als eineinhalb Jahrzehnte sind verstrichen zwischen der ersten Idee und der Fertigstellung. Zoodirektor Jörg Adler kann man förmlich ansehen, wieviel Herzblut er in dieser Zeit in den Elefantenpark gesteckt hat. Am Montag wird das Dickhäuter-Gelände offiziell eröffnet.

  • Badespaß im neuen Elefantenpool: Bei den sommerlichen Temperaturen haben die beiden Kühe sichtlich Freude in ihrem neuen Bassin. Von dem neuen asiatischen Langhaus hat man einen tollen Blick auf die Badelandschaft und den neuen Elefantenpark.

    Badespaß im neuen Elefantenpool: Bei den sommerlichen Temperaturen haben die beiden Kühe sichtlich Freude in ihrem neuen Bassin. Von dem neuen asiatischen Langhaus hat man einen tollen Blick auf die Badelandschaft und den neuen Elefantenpark. Foto: MünsterView/Heiner Witte

Dass sich das Projekt so lange hinziehen würde, hatte der Zoodirektor wohl auch nicht gedacht. "Das hat wohl auch an der westfälischen Zurückhaltung beim Geldausgeben gelegen", sagte Adler am Freitag beim ersten Rundgang durch den neuen Elefantenpark.

Das bislang 1500 Quadratmeter große Elefanten-Gehege ist auf 5000 Quadratmeter gewachsen. Und das in nur eineinhalb Jahren Bauzeit bei laufendem Betrieb, wie Jörg Adler betont. Das größte Projekt des Zoos nach seiner Umsiedlung 1974 von der Himmelreichallee an den jetzigen Standort.

Baden nach Herzenslust

Fast täglich habe er mit dem technischen Prokuristen Dirk Heese und Zoo-Kurator Dirk Wewers während der Bauphase über Veränderungen diskutiert. "Wir bauen schließlich keine Sparkasse, sondern für Elefanten und das ist schwierig", sagt Adler. Auf dem Papier sehe alles immer so schön und einfach aus. Doch nun, kurz vor der offiziellen Eröffnung, ist der Zoo-Chef überglücklich. Nur noch Kleinigkeiten sind zu erledigen. Die siebenköpfige Elefantenherde kann jetzt nach Herzenslust baden, das Außengelände lässt sich in Teilbereiche trennen. Das asiatische Langhaus über zwei Etagen bietet den Besuchern einen ausgezeichneten Blick auf die Elefanten.



Elefantenbulle Alexander bewohnt ein eigenes Haus, mit separater Freianlage. Das Haus, in dem es drei Boxen gibt, wird mit Erdwärme beheizt. Der Boden ist mit Sand bedeckt, "da kann es sich der Bulle richtig bequem machen", so Adler. Dicke Stahltore trennen die Elefanten von den Pflegern.

Mehr Arbeit für die Tierpfleger

"Die größere Anlage bedeutet für die Tierpfleger natürlich deutlich mehr Arbeit", sagt Dirk Heese. Auch die Elefanten müssen sich erst noch an ihre neue Umgebung gewöhnen. Draußen ist das offensichtlich relativ schnell gegangen. Zwei junge Elefantenkühe toben im Wasser. "Herrlich, dieser Anblick", sagt Jörg Adler immer wieder.
    

 Wenn am Montag die 400 geladenen Gäste zur Einweihung kommen, will der Zoo-Chef nochmal um Spenden bitten: "Mir blutet das Herz, wenn ich sehe, dass der Tierpark in Bernburg in Sachsen-Anhalt überflutet ist, während wir hier uns freuen. Da müssen wir helfen."

 
  • Knapp fünf Millionen Euro hat der neue Elefantenpark gekostet.
  • 1,2 Millionen Euro der Baukosten kamen aus dem Sparkassen-Fond, weitere 1,2 Millionen Euro wurden durch Spenden finanziert.
  • 30 Kubikmeter Holz, 55 Tonnen Stahl, 140 Quadratmeter Bambusplatten, 1500 Meter Stahlseile, 16.5000 Kubikmeter Sand wurden verbaut.
Autor
Christoph Ueberfeld
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    7. Juni 2013, 15:44 Uhr
    Aktualisiert:
    7. Juni 2013, 16:56 Uhr
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