Anklage: Olfener kassierte Schmiergeld von der Gerüstbau-Mafia

OLFEN/ MÜNSTER Ein 65-jähriger Prokurist aus Olfen soll tief in die illegalen Machenschaften der Gerüstbau-Mafia verstrickt gewesen sein. Seit Dienstag muss er sich gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten vor dem Landgericht Münster verantworten.

  • Foto: Archiv

Die Staatsanwaltschaft hat die drei Männer (54, 54 und 65) und zwei Frauen (40 und 44) wegen Steuerhinterziehung, Vorenthaltens von Sozialbeiträgen, Betruges sowie Bestechung im geschäftlichen Verkehr angeklagt.
 
Schaden bei sechs Millionen Euro

Der angeblich von ihnen angerichtete Gesamtschaden liegt bei rund sechs Millionen Euro. Laut Anklage war der Prokurist in seinem Unternehmen für die Vergabe von Gerüstbau-Aufträgen verantwortlich.

Dabei soll er vor allem das Unternehmen der mitangeklagten 40-Jährigen aus Heinsberg bevorzugt haben. Und das, obwohl er wusste, dass diese Firma über nachgeschaltete Subunternehmen fast ausschließlich Schwarzarbeiter beschäftigte, die nicht angemeldet, sondern bar auf die Hand entlohnt wurden.

Prozess geht weiter

Sein Entgegenkommen soll dem Olfener mit hohen Schmiergeld-Zahlungen versüßt worden sein. In den vergangenen Jahren soll er einen sechsstelligen Betrag allein für sich selbst eingestrichen haben. Für den Prozess sind noch neun Verhandlungstage bis Ende November vorgesehen.
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Autor
Martin von Braunschweig
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    22. September 2009, 12:39 Uhr
    Aktualisiert:
    22. September 2009, 14:21 Uhr