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Erneute Festnahmen: Weiterer Zwischenfall am Busbahnhof

RECKLINGHAUSEN Nachdem die Polizei am Donnerstagabend neun Verdächtige nach einer Messerstecherei am Busbahnhof festnahm und wieder auf freien Fuß ließ, drohte die Situation am Freitagnachmittag am Busbahnhof zwischen den jungen Männern erneut zu eskalieren.

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  • Mit meheren Streifenwagen rückte die Polizei an der Gaststätte "Zur Börse" an. Dort war ein verletzter Mann aufgetaucht. Hermann Böckmann

  • Schlägerei

    Zwei Gruppen junger Männer lieferten sich Freitag auf dem Busbahnhof eine Schlägerei, die wohl im Zusammenhangen steht mit einer Messerstecherei von Donnerstagabend. Michael Richter

Die Beteiligten sollen sich am Donnerstagabend als zufällig entstandene Gruppe am Bahnhofsvorplatz aufgehalten haben und nach der handfesten Auseinandersetzung in verschiedene Richtungen geflüchtet sein. Ein 18-Jähriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland tauchte gegen 20.40 Uhr mit Stichverletzungen in der Gaststätte "Zur Börse" an der Herner Straße auf. Während der Schwerverletzte ins Krankenhaus gebracht wurde, leitete die Polizei sofort die Fahndung ein. Mit Erfolg: Neun Verdächtige wurden festgenommen. Dabei handelt es sich um Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren aus Recklinghausen, Herten und Bremerhaven, die sich nur teilweise untereinander kannten. Laut Angaben der Polizei sollen einige der festgenommen Personen nur schlichtend eingegriffen haben.  Zwei weitere Personen verletzten sich leicht. 

In Tatortnähe stellten die Beamten ein Messer sicher. Inwieweit es sich hierbei um eine Tatwaffe handelt, muss noch durch weitere Untersuchungen geklärt werden. Nach Vernehmung und Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Festgenommenen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder entlassen. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. 

Am Freitagnachmittag kam es am Busbahnhof gegen 17 Uhr erneut zu einem Vorfall mit einigen der jungen Männer. Aus einer größeren Gruppe heraus soll eine Frau beleidigt worden sein. Die Situation drohte zu eskalieren, worauf Zeugen die Polizei alarmierten. Kurze Zeit später war diese mit zwölf Streifenwagen vor Ort. Auch die Kripo-Beamten, die zuvor die Verhöre durchgeführt hatten, kamen hinzu. Die Beamten sprachen Platzverweise gegen mehrere Männer aus, die von diesen jedoch ignoriert wurden. Die Situation eskalierte, als die Polizei ihre Ankündigung wahr machte und die Störenfriede in Gewahrsam nehmen wollte. Diese leisteten teilweise massiven Widerstand und gingen nach Aussagen eines Busfahrers der Vestischen regelrecht auf die Streifenbeamten los. Teilweise waren die Täter nur durch vier Beamte zu bändigen.

Sechs Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, gegen zwei von ihnen wurden Anzeigen wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte geschrieben. Die Ermittlungen dauern an.

 
Autor
Hermann Böckmann, Michael Richter
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    14. September 2017, 21:43 Uhr
    Aktualisiert:
    15. September 2017, 21:46 Uhr