Jubiläum: 150 Jahre Weichen aus Witten

WITTEN Seit 150 Jahren liefert Deutschlands einziges Weichenwerk in Witten einen Großteil der Weichen für die Strecken der Deutschen Bahn. Mehr als 1300 Weichen werden jährlich dort hergestellt. Grund genug für Bahnchef Rüdiger Grube am Freitag vorbeizuschauen.

« »
1 von 2
  • Rüdiger Grube (l), der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bahn AG schraubt am Freitag während eines Rundganges im Weichenwerk Witten mit einem Pressluftschrauber eine Mutter an ein Weichenteil. Das Werk feiert seinen 150-jähriges Bestehen.

    Rüdiger Grube (l), der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Bahn AG schraubt am Freitag während eines Rundganges im Weichenwerk Witten mit einem Pressluftschrauber eine Mutter an ein Weichenteil. Das Werk feiert seinen 150-jähriges Bestehen. Foto: dpa

  • Ein Mitarbeiter der Deutsche Bahn AG schweißt im Weichenwerk Witten  an einer Schiene.

    Ein Mitarbeiter der Deutsche Bahn AG schweißt im Weichenwerk Witten an einer Schiene. Foto: dpa

„Dieses Werk ist existenziell für das Funktionieren des deutschen Schienenverkehrs“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube beim Jubiläumsfest am Freitag. Die 400 Mitarbeiter produzieren jährlich rund 1300 Weichen und 10.000 Ersatzteile. Zwei Drittel aller im Schienennetz der Deutschen Bahn verbauten Weichen stammen aus dem Wittener Werk.

Abwehr gegen Konjunkturkrise

Grube betonte die Wichtigkeit industrieller Produktion gerade im Ruhrgebiet, um der konjunkturellen Krise in Europa zu trotzen. „Damit erzeugen wir Abwehrkräfte gegen die Konjunkturgrippe in Europa“, so Grube. Ursprünglich waren die Werkstätten der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft für Waggons, Schilder und Weichen auf dem Gelände beheimatet.
    
Heute gehört das Unternehmen zur DB Netz AG und konzentriert sich ausschließlich auf den Weichenbau.
Das Werk gehöre etwa bei der Herstellung von Weichenstücken aus Bainit - einem besonders verschleißarmem Stahl - zu den international führenden Unternehmen, unterstrich Werksleiter Hubertus Willeke. 20 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die weitere Modernisierung und neue Maschinen investiert werden, kündigte Grube an.

Präzisionsarbeit Weichenbau

In der Fertigungshalle machte sich der Bahnchef selbst ein Bild von der Produktion. Beim Rundgang ließ er sich zeigen, wie aus bis zu dreißig Meter langen Rohschienen in Präzisionsarbeit Weichen gefräst und gehobelt werden. „Wir arbeiten hier auf Ein-Zehntel-Millimeter genau“, erläuterte Alexander Arning, Leiter der Weichenfertigung. „Wenn ein ICE mit Geschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern über eine Weiche fährt, muss das passen, damit der Schienenverkehr sicher ist“, so Arning.


Im Dreischichtbetrieb sorgten die Mitarbeiter auch dafür, dass die Züge bei einem Weichenschaden möglichst nicht lange stillstehen. Weichen und Ersatzteile seien stets vorrätig, so dass im Notfall binnen 24 Stunden deutschlandweit Abhilfe geschaffen werden könne, sagte Arning.
 
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Benutzername
Passwort
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.

gewünschter Benutzername

gewünschtes Passwort

Wiederholung Passwort

E-Mail

Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden

Ich habe die AGB gelesen und stimme diesen zu.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und stimme dieser zu.

Sicherheitsfrage
Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 6 + 8?