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Hamburg (dpa) Nach einer Zwangspause wegen der Verdachts-Diagnose Gaumenkrebs haben die Ärzte Schauspieler Jan Fedder grünes Licht gegeben: Anfang April soll es wieder losgehen mit den Dreharbeiten für das ARD-«Großstadtrevier».
Jan Fedder übt sich in Verzicht. Foto: Daniel Reinhardt (Foto: dpa)
Bereits vorher stehen nach Angaben des Schauspielers neue Folgen für die NDR-Serie «Neues aus Büttenwarder» an. Das «Großstadtrevier» startet mit dem nächsten Dreh bereits seine 27. Staffel. Als Fedder, der seit rund 20 Jahren den TV-Polizisten Dirk Matthies gibt, mehrere Monate aussetzen musste, war sein Kollege Peter Lohmeyer für ihn ein eingesprungen. Die neuen Episoden mit Fedder sind voraussichtlich ab November dieses Jahres im «Ersten» zu sehen, wie ein ARD-Sprecher am Montag sagte.
Die Zwangspause fiel Fedder schwer. «Ich arbeite ja sehr gerne. Das ist mein größtes Vergnügen», sagte der 58-Jährige im Interview mit der «Welt am Sonntag», über das auch das «Hamburger Abendblatt» berichtete. Angst habe ihm die Diagnose nicht gemacht, ihn auch nicht besonders nachdenklich gestimmt. «Ich wusste ja, was mit mir los ist», sagte er. «Entweder man gewinnt - oder man verliert.» Zudem sei er ein großer Verdränger. Fedder: «Wir sind hier in Hamburg ja auch am Hafen, und ich vergleiche mich gerne mit einem Schiff. Das ist auch eine Verdrängungsmaschine mit soundso viel Tonnen.»
Für den Ex-Kettenraucher ist das Nichtrauchen seit seiner Erkrankung nunmehr der dritte wesentliche Verzicht. Vor zwei Jahren hatte er damit begonnen, Einladungen von Talkshows weitestgehend abzulehnen. «Diese Profilierungssüchte irgendwelcher Menschen, meistens Politiker, das geht mir alles auf den Wecker», erklärte er. Ebenso verzichte er auf Dinge wie ein Mobiltelefon und das Internet und fühle sich dadurch als einer der reichsten Menschen in ganz Deutschland. «Der Reichtum besteht in dieser Erkenntnis: Wer kein Handy hat, hat es anscheinend nicht nötig», erklärte er.
Stattdessen genießt Fedder die Stille: Er könne stundenlang einfach an nichts denken. «Und das Einzige, was dann eventuell bei mir hochkriecht, wenn ich still im Wald sitze oder spazieren gehe, sind vielleicht Ameisen.» «Ich komm' mit mir gut klar», sagte er. «Und wenn mal ein Bauer bei mir zu Besuch kommt, dann sabbeln wir auch nicht wie die Scheunendrescher.» Dann gehe es eher ruhig zu, sagte der auf einem Bauernhof lebende Schauspieler. «Dann können wir auch nur mal so zehn Minuten übers Feld gucken, ohne etwas zu sagen.»

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