Fußball-EM
Public Viewing in der Region
Wo zwischen Ruhrgebiet und Münsterland die Spiele über die Leinwand flimmern. mehr...
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Emden (dpa) Fußball und Aids in Südafrika: Mit ihrem bewegenden Drama «Themba» über das Schicksal eines aidskranken Nachwuchskickers hat die Regisseurin und Drehbuchautorin Stefanie Sycholt gleich zwei Filmpreise geholt.
Zur Weltpremiere beim 21. Internationalen Filmfest Emden-Norderney gewann sie den mit 10 000 Euro dotierten Bernhard Wicki-Preis und den DGB-Filmpreis (5000 Euro). «Ich will mit dem Film etwas in Gang setzen. Denn es ist immer noch ein großes Problem vieler Aidskranker, über ihre Krankheit zu sprechen», sagte Sycholt am Sonntag nach der Weltpremiere ihres Films im ostfriesischen Emden.
In dem Film spielt auch Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann eine kleine Rolle, bei der er einen FIFA-Trainer verkörpert. Dieser wird auf den jungen Kicker Themba aufmerksam und fördert ihn. Die in Südafrika geborene Regisseurin sieht in ihrem Werk ein realistisches Bild des heutigen Südafrika: «Auch nach dem Ende der Apartheid sind die Chancen nicht gerecht verteilt. Fußball erscheint für viele Kinder als Ausweg aus dem sozialen Elend. "Themba" zeigt die Hoffnung vieler Menschen und nicht nur Armut und Aids.»
Bei der Preisverleihungsgala am Abend waren auch die niederländischen Filme «De Storm» und «De Hel van `63» erfolgreich. Sie schildern die Naturkatastrophe der Sturmflut von 1953 sowie die Vorgänge beim berühmtesten Eisschnelllauf-Marathon der Welt, der Elf- Städte-Tour über 200 Kilometer in den Niederlanden. Ein Schneesturm hatte 1963 das Feld von 10 000 Teilnehmern durcheinander gewirbelt.
Der NDR-Filmpreis (5000 Euro) für den Nachwuchs ging an «Renn, wenn Du kannst» von Regisseur Dietrich Brüggemann. Der Film zeigt die Freundschaft zwischen einem zynischen Mann, der auf seinen Rollstuhl angewiesen ist, einem Zivildienstleistenden und einer Cellistin.
Bereits am Freitag hatte die vom Adolf Grimme-Institut berufene Jury den Kinderfilm «Der Käfersommer» von Agnes Schruf (Berlin) mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet.
Den wohl ungewöhnlichsten Preis eines deutschen Filmfestivals bekam der deutsche Schauspieler Ken Duken, Gast der diesjährigen Porträtreihe: Er gewann ein zweiwöchiges Kurzstipendium in einem Luxushotel auf der Nordseeinsel Norderney.

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