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Beschuldigter steht fünf Jahre nach Überfall auf Wüllener Postagentur vor Gericht

rnÜberfall in Wüllen

Ein 34 Jahre alter Angeklagter soll im Januar 2014 die Postagentur in Wüllen überfallen haben. Dafür muss er sich in der kommenden Woche vor dem Landgericht Münster verantworten.

Ahaus

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein 34 Jahre alter Mann muss sich in der kommenden Woche vor dem Landgericht Münster für mehrere Straftaten verantworten, die er 2014 unter anderem in Ahaus verübte. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Mann, Anfang 2014 insgesamt vier Überfälle begangen zu haben. Im Januar des Jahres soll er in Wüllen unter Nutzung einer Schusswaffe eine Postagentur überfallen haben. Hierbei soll er Paket- und Briefmarken im Wert von rund 20.000 Euro und Bargeld in Höhe von rund 400 Euro erbeutet haben.

Inhaberin eingeschlossen

Einen Teil der Marken stopfte er in seinen Rucksack. Zusammen mit einem Pappkarton voller Marken und Geld verließ der unmaskierte Mann damals das Geschäft. Zuvor hatte er die Inhaberin in den Räumlichkeiten eingeschlossen.

Laut Anklageschrift soll der Angeklagte einen Monat später eine Spielhalle in Gronau betreten, eine Angestellte bedroht und zur Herausgabe des Bargeldes aufgefordert haben. Nachdem er rund 1000 Euro erhielt, soll er die Spielhalle wieder verlassen haben. Nur wenige Tage später soll der Angeklagte ein Ladengeschäft in Vreden unter Vorhalt einer Schusswaffe und eines Elektroschockgerätes überfallen haben. Nachdem er die Eingangstür des Geschäfts von innen mit einem Schlüssel verschloss, soll er den Ladeninhaber insgesamt zwei Mal mit dem Elektroschocker im Schulterbereich traktiert und dann gefesselt haben, um aus dessen Hosentasche mindestens 1200 Euro zu entnehmen.

Überfall in Gronau

Mit der Beute – dem Bargeld und weiteren aufgefundenen Gegenständen – soll er das Geschäft verlassen haben, woraufhin er auf eine Passantin getroffen sein soll. Diese soll er aufgefordert haben, ihn mit ihrem Pkw nach Enschede zu fahren. Laut Staatsanwaltschaft soll der 34-Jährige zudem Mitte Februar 2014 eine Lottoannahmestelle in Gronau überfallen haben. Warum gegen den 34-Jährigen erst jetzt verhandelt wird, das erklärte am Donnerstag Dr. Steffen Vahlhaus, Pressesprecher des Landgerichts Münster, auf Anfrage: Gegen den Mann sei bereits 2014 Haftbefehl erlassen worden, doch hätte der Angeklagte zu der Zeit in den Niederlanden in Strafhaft gesessen und sei erst 2017 ausgeliefert worden.

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