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Bietigheim erweist sich als eine Nummer zu groß für den BVB

BVB-Handball-Frauen

Gegen den Tabellenführer gibt es nichts zu holen: Borussia Dortmund unterliegt der SG BB Bietigheim mit 23:29 – und hat zudem noch eine weitere Langzeitverletzte zu beklagen.

Dortmund

, 06.02.2019 / Lesedauer: 3 min
Bietigheim erweist sich als eine Nummer zu groß für den BVB

Anne Müller traf dreimal für die BVB-Frauen gegen Bietigheim. Doch auch sie konnte die Pleite nicht verhindern. © Peter Ludewig

Auch wenn es nicht unerwartet kam, war es doch ein bitterer Abend für Borussia Dortmund: Gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer SG BBM Bietigheim blieb der BVB am Mittwochabend ohne Chance und verlor in der Bleichsteinhalle in Herdecke mit 23:29 (11:15). Der Handball-Bundesligist ist damit nun seit drei Spielen ohne Sieg und rutschte mit 15:11 Punkten auf Platz sechs. „Natürlich will man immer gewinnen. Aber mehr war heute einfach nicht möglich“, sagte BVB-Trainer Gino Smits. „Ich denke, das Ergebnis gibt das Spiel ganz gut wieder. Ich war zufrieden, wie wir gekämpft haben.“

Allein der Einsatz war allerdings zu wenig an diesem Abend. Und Clara Wolterings Blick nach 25 Minuten, er sprach Bände. Gerade eben war Bietigheims Laura van der Heijden noch unbedrängt im Rückraum hochgestiegen, Bruchteile einer Sekunde später schlug der Ball gnadenlos im Gehäuse des BVB ein. Woltering blieb nicht einmal die Zeit, zu reagieren. Sie verdrehte kurz die Augen, zuckte dann mit den Schultern und wusste selbst nicht mehr so recht, was sie denn von diesem Spiel noch halten sollte.

BVB tritt mit Rumpfkader gegen Spitzenreiter an

Irgendwie wollten sie ja schon bei Borussia Dortmund, natürlich. Am Ende aber gelang es der Mannschaft von Trainer Gino Smits nicht, an den Gästen dranzubleiben. Van der Heijdens Treffer in dieser 25. Minute brachte der SG BBM Bietigheim bereits zum zweiten Mal an diesem Abend mit sechs Toren in Führung. Und auch wenn Borussia Dortmund bis zur Halbzeit noch einmal verkürzen konnte – es waren Szenen wie diese, die zeigten, dass der Tabellenführer an diesem Abend eine Nummer zu groß sein sollte für ein BVB-Team, das mit dem Begriff Rumpfkader ganz gut beschrieben ist derzeit.

Fast eine komplette Sieben fehlt den Schwarzgelben bereits seit Wochen. Zu der ohnehin schon langen Verletztenliste gesellte sich in dieser Woche nun auch noch Nadja Mansson. Die 30 Jahre alte Rückraum-Shooterin wird den Schwarzgelben mehrere Wochen lang fehlen.

Nadja Mansson schwer verletzt

Die Verletzung aus dem Spiel bei der SV Union Halle-Neustadt am Sonntag habe sich unter anderem „als Riss des Labrums der linken Schulter“ entpuppt, wie Mansson vor dem Spiel am Mittwoch erklärte. Dabei handelt es sich um einen Faserknorpelring, der für die Stabilität des Schultergelenks sorgt. Ob sich die 30-Jährige einer Operation unterziehen oder die Verletzung konservativ behandelt wird, ist derzeit noch offen. „Die Situation ist nun einmal so“, sagte Smits. „Wir müssen mit den Spielerinnen auskommen, die uns zur Verfügung stehen. Wir haben gesagt, wir wollen mutig spielen. Und das haben wir getan.“ Immerhin: Alina Grijseels traf beim BVB elfmal.

So etwas wie ein Duell auf Augenhöhe sahen die Zuschauer in der Bleichsteinhalle dennoch nur über die ersten zehn Minuten. Was dann auch mehr an dem fehlerbehafteten Spiel beider Teams lag als an starken Leistungen. 2:2 stand es nach zehn Minuten. Dann folgte ein Zwischenspurt der Bietigheimerinnen, der vorentscheidend für die Partie sein sollte. Aus einer 7:6-Führung machten die Gäste innerhalb von fünf Minuten ein 12:6 (21.). Ein Vorsprung, dem die Schwarzgelben an diesem Abend nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

„Da wo wir die Chancen hatten ran zu kommen, hat uns letztlich die Kraft gefehlt“, sagte Smits. Und Anne Müller, die sich immer wieder gegen den starken Mittelblock aus Maura Visser und Luisa Schulze aufrieb, gab offen zu: „Bietigheim hat heute verdient gewonnen, wir hatten heute keine Chance.“

BVB: Woltering, Duijndam, ten Holte - Grijseels (11/4), C. Müller (5), A. Müller (3), Stockschläder, Einnarsdottir, van Kreij (1), Huber (1), Bleckmann (2), Fege, Hausherr, Wulf
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