Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

BVB geht (noch) als Außenseiter ins Spiel gegen die SG BBM Bietigheim

BVB-Handball-Frauen

Der nächste Gegner soll der Maßstab für die Zukunft sein. Der BVB will auf Sicht auch Bietigheim auf Augenhöhe begegnen. Die Verlängerung mit Alina Grijseels ist ein erster Schritt.

Dortmund

, 05.02.2019 / Lesedauer: 3 min
BVB geht (noch) als Außenseiter ins Spiel gegen die SG BBM Bietigheim

Alina Grijseels soll auch in Zukunft das Gesicht der BVB-Handballerinnen sein. © Peter Ludewig

Auch wenn es nach zuletzt zwei Unentschieden und sportlich eher durchwachsenen Leistungen in der Liga zunächst vielleicht etwas seltsam anmuten mag. Das Spiel gegen die SG BBM Bietigheim am Mittwoch in der Bleichsteinhalle (19.30 Uhr, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) könnte für Borussia Dortmund in diesen Tagen kaum passender sein. Der noch verlustpunktfreie Tabellenführer der Handball-Bundesliga ist der Topfavorit auf die Meisterschaft – und eine Mannschaft, mit der sich der BVB mittel- und langfristig auf Augenhöhe messen will.

In Dortmund verspüren sie gerade so etwas wie Aufbruchstimmung. Mit den Verpflichtungen von Merel Freriks, Bogna Sobiech und Aleksandra Zych hat der Verein den angestrebten Umbruch im Sommer eingeleitet. Weitere Verstärkungen sollen folgen. Am Montag verlängerte dann auch noch Alina Grijseels ihren Vertrag um zwei Jahre. Die 22 Jahre alte Spielmacherin ist der zentrale Baustein in den Planungen des Vereins, um sie herum soll die Mannschaft der Zukunft aufgebaut werden. „Alina Grijseels ist seit ihren Anfängen in Dortmund vor über vier Jahren mittlerweile zur absoluten Leistungsträgerin und zum Gesicht der BVB-Handball-Damen geworden und soll das auch für die Zukunft bleiben“, sagte Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand.

Verlängerung von Grijseels ist Ausrufezeichen

Die Verlängerung mit der Nationalspielerin darf durchaus als Ausrufezeichen gewertet werden, lagen Grijseels eigenen Angaben zufolge doch auch lukrative Angebote anderer Topklubs vor. Die 22-Jährige lehnte ab und verwarf jegliche Gedanken wie noch im Vorjahr, die Schwarzgelben verlassen zu können. Vor allem die vielen und intensiven Gespräche mit Andreas Bartels hätten sie letztlich von einem Verbleib überzeugt, so Grijseels, „Er war derjenige, der mich von dem Projekt Borussia Dortmund überzeugt hat.“

Noch befindet sich das „Projekt“ allerdings in einem Stadium, in dem der Verein gegen Mannschaften wie Bietigheim eher eine Außenseiterrolle einnimmt. „Bietigheim ist für uns ein absoluter Gradmesser“, sagte Bartels. „Wir haben gegen Halle-Neustadt und Oldenburg Punkte liegen lassen, vielleicht können wir uns diese ja zurückholen.“

Bietigheim in dieser Saison noch verlustpunktfrei

Die SG BB Bietigheim, zuletzt 2017 Deutscher Meister, marschiert in diesem Jahr eindrucksvoll durch die Saison. 24:0 Punkte stehen auf dem Konto, der BVB ist mit 15:9 Punkten Fünfter. Der Tabellenführer will die Aufgabe dennoch gewissenhaft angehen. „Gegen Dortmund haben wir uns immer schwergetan. Wir müssen an die ersten 25 Minuten aus der Partie gegen Storhamar (28:29, Anm. d. Red.) anknüpfen und diese Leistung über die volle Spielzeit zeigen“, sagte Trainer Martin Albertsen auf der vereinseigenen Homepage.

Grijseels sieht den BVB dennoch als „klaren Außenseiter. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren und dann sehen wir, wozu es am Ende reicht.“ Künftig soll das dann aber anders aussehen, dann will der BVB auf Augenhöhe agieren, sich unter den Top drei der Liga etabliert haben – und vielleicht ja auch mal Deutscher Meister werden. Über den Titel haben Bartels und Grijseels in ihren Gesprächen allerdings gar nicht geredet. „Wir sprechen über Weiterentwicklung, über mögliche Ziele an sich“, sagte Bartels. „Dass am Ende vielleicht mal eine Meisterschaft steht, das ist aber ja gar nicht ausgeschlossen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt